von wk 04.11.2026 10:54 Uhr

Südtiroler Delegation besucht 60-Millionen-Holzbau in Bayern

Das Berufsschulzentrum in Regen soll zeigen, welches Potenzial Holz im öffentlichen Bau bietet. In Südtirol soll der Holzbaufonds den Einsatz des regionalen Rohstoffs fördern.

Fachexkursion Niederbayern_©IDM

Eine Delegation aus Südtirol hat sich in Bayern über den Bau eines großen öffentlichen Gebäudes in Holzbauweise informiert. Besucht wurde das neue Berufsschulzentrum mit Fachoberschule im niederbayerischen Regen. Die Fachexkursion wurde von IDM Südtirol und der Arbeitsgruppe ProRamus organisiert.

Holz und Beton kombiniert

Das Berufsschulzentrum wird als Y-förmiger Holz-Beton-Hybridbau errichtet. Untergeschoss, Treppenhauskerne und Aula bestehen aus Stahlbeton, die übrigen Innen- und Außenwände werden in Holzbauweise ausgeführt. Die Kosten belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro. Die Übergabe ist für Ostern 2027 geplant.

Landrat Ronny Raith bezeichnete den Klimaschutz als wichtiges Motiv für die Entscheidung zugunsten des Holzbaus. Das Architektenteam und das ausführende Unternehmen erläuterten der Delegation die Planung und Umsetzung. Außerdem besuchten die Teilnehmer einen Holzbaubetrieb.

Südtirol will Potenzial erschließen

Wohnbaulandesrätin Ulli Mair verwies auf die regionale Wertschöpfung und die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Mit dem Holzbaufonds wolle die Landesregierung den Einsatz von Holz im privaten und öffentlichen Bau voranbringen. „In Südtirol gibt es hier noch großes Potenzial, das wir als Landesregierung mit dem Holzbaufonds weiter erschließen möchten“, sagte Mair.

Auch IDM-Direktorin für Business Development Margit Gamper sieht Chancen, den Holzbau in Südtirol auszubauen. Der Rohstoff eigne sich auch für große öffentliche Bauwerke. Ziel der Exkursion sei es gewesen, Erfahrungen und Ansätze kennenzulernen, die den Einsatz von Holz beim Bauen in Südtirol stärken können.

 

 

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