von wk 04.11.2026 12:13 Uhr

Technik bleibt für viele Mädchen ein seltener Bildungsweg

In deutschsprachigen MINT-Schulen beträgt der Anteil der Schülerinnen 26,4 Prozent. In technischen Berufsschulen sind es nur 3,7 Prozent. Das Land will Mädchen und junge Frauen stärker für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik begeistern.

Derzeit besuchen weniger Mädchen als Buben technisch ausgerichtete Ober- und Berufsschulen. Darum informiert das Amt für Ausbildungs- und Berufsberatung über umfangreiche Ausbildungsmöglichkeiten im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). (Foto: LPA/Ingrid Heiss) ­

Mädchen entscheiden sich in Südtirol deutlich seltener als Buben für eine technisch ausgerichtete Ober- oder Berufsschule. Besonders niedrig ist ihr Anteil in der Berufsbildung: Dort liegt er im technischen Bereich bei 3,7 Prozent.

Das geht aus den Zahlen des Landes hervor. In den deutschsprachigen Ober- und Berufsschulen mit MINT-Ausrichtung beträgt der Anteil der Schülerinnen insgesamt 26,4 Prozent. Einen höheren Frauenanteil gibt es bei den Realgymnasien mit 52,8 Prozent sowie an Fachoberschulen in den Bereichen Grafik, Chemie und Biotechnologie.

Höherer Anteil an italienischsprachigen Schulen

An italienischsprachigen Schulen liegt der Frauenanteil im MINT-Bereich insgesamt bei 45,3 Prozent. Bei den technischen Instituten beträgt er allerdings auch dort nur 29,4 Prozent.

Das Landesamt für Ausbildungs- und Berufsberatung setzt deshalb auf Informations- und Beratungsangebote. Gemeinsam mit Partnern aus Bildung, Forschung, Wirtschaft und Kultur werden Mädchen und junge Frauen auf technische Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten aufmerksam gemacht. Zudem berichten Frauen, die in technischen Berufsfeldern arbeiten, über ihre Erfahrungen und Karrierewege.

„MINT-Berufe und MINT-Ausbildungen spielen eine zentrale Rolle für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung Südtirols. Diese Kompetenzen sind Schlüsselqualifikationen für die Zukunft. Mit der MINT-Initiative möchten wir, auch und besonders bei Mädchen und jungen Frauen, Neugierde wecken, Talente fördern und Menschen ermutigen, neue Wege in Wissenschaft, Forschung und Technik zu entdecken“, sagt Alexa Seebacher, Direktorin im Amt für Ausbildungs- und Berufsberatung.

Informationen und Beratung

Informationen zu Berufsfeldern, Ausbildungsangeboten und Initiativen finden sich auf dem Landeswebportal unter MINT Südtirol. Das Angebot richtet sich an Schüler und Lehrpersonen und zeigt auch, wo MINT im Alltag eine Rolle spielt.

Die Berufsberaterinnen und Berufsberater bieten nach Terminvereinbarung eine persönliche Beratung an. Telefonische Auskunft gibt es unter 0471 413350, per E-Mail ist das Amt unter berufsberatung.bozen@provinz.bz.it erreichbar.

 

 

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