Bemerkungen zu Zeit und Ewigkeit von Florian Stumfall
Zu Beginn des 16. Jahrhunderts veröffentlichte Prälat Celio Calgagnini in Ferrara sein Werk “Warum der Himmel steht, die Erde sich aber bewegt”. Rom blieb davon unberührt. Zur selben Zeit nämlich arbeitete Nikolaus Kopernikus an seinem astronomischen Hauptwerk “De revolutionomibus orbium ...coelestium libri VI”. Der Vatikan hatte ihn dazu ermutigt - warum auch nicht? Denn schon hundert Jahre zuvor waren die Betrachtungen des Nikolaus von Kues zum heliozentrischen Weltbild erschienen, das seit dem Altertum mit dem geozentrischen konkurrierte. Nikolaus war Kardinal und mit seiner Kirche ebenso im reinen wie Albertus Magnus, der ebenfalls der Heliozentrik anhing. Da soll die Inquisition Jahrzehnte später Galileo Galilei vors Tribunal wegen einer Sache gezogen haben, die auf dem besten Weg war, Allgemeingut zu werden? Lächerlich. Warum aber der Ärger? Galilei hatte sich persönlich mit den Herren in Scharlach angelegt, und das schätzten diese nicht.
von Florian Stumfall























