
Bemerkungen zu Zeit und Ewigkeit von Florian Stumfall
Alle kakophilen Machwerke, die weitum als Kunst ausgegeben werden, haben eine gemeinsame gedankliche Grundlage und Rechtfertigung. Es ist dies der Egalitarismus, der unter manchem auch vorschreibt, daß keiner dem anderen an Talenten überlegen sei. Unrat mit Leim verkleistern, Fäkalsprache üben, ...einen Schauspieler auf der Bühne sich entleeren lassen, Dissonanzen aufeinanderhäufen, Drahtgestelle montieren - das alles kann ein jeder, unabhängig von jedem künstlerischen Impetus und Rang. Daß aber derlei als Kunst ausgegeben wird, entspringt dem Verlangen, jede Idee von Besonderheit, Einzigartigkeit, Begabung aus der Welt zu schaffen. Die Behauptung des Joseph Beuys, jeder sei ein Künstler, belegt dies.
von Florian Stumfall






















