Lebenshaltung in Südtirol wird für viele teurer

Die Lebenshaltung wird für viele Menschen in Südtirol immer teurer. In Bozen sind die Preise für Wohnen, Wasser, Strom, Gas und andere Brennstoffe im August im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent gestiegen. Die allgemeine Inflation lag dagegen bei 3,6 Prozent.
Besonders stark verteuerten sich Heizöl um 38,2 Prozent, Strom um 17,6 Prozent und Gas um 12 Prozent. Auch die Kosten für Brennholz und Pellets stiegen deutlich. Beim Verkehr wurden Diesel um 24,3 Prozent und Benzin um 14,5 Prozent teurer.
Nach Angaben des Verbraucherschutzvereins Robin sind die steigenden Preise für viele Haushalte ein Problem. Zwischen 2014 und 2024 erhöhten sich die Lebenshaltungskosten in Südtirol um 27,3 Prozent, während die Löhne in der Privatwirtschaft im selben Zeitraum um 21,5 Prozent stiegen.
Robin fordert eine genauere Beobachtung der Preise im ganzen Land. Bisher beziehen sich die aktuellen Zahlen vor allem auf Bozen. Vorgeschlagen wird ein regelmäßiger Verbraucherpreis-Monitor für ganz Südtirol, der unter anderem Wohnen, Energie, Lebensmittel, Mobilität, Gesundheit und Dienstleistungen erfasst.
Der Verein fordert außerdem konkrete Maßnahmen des Landes, um Haushalte zu entlasten. Dabei sollen nicht nur Menschen mit sehr niedrigem Einkommen berücksichtigt werden. Auch Familien und Haushalte mit mittleren Einkommen hätten durch die steigenden Kosten am Monatsende immer weniger Geld zur Verfügung.






