von ih 23.09.2026 12:13 Uhr

Biolandwirtschaft soll bis 2035 weiter wachsen

Die biologische Landwirtschaft soll in Südtirol in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. 17 Akteure aus Landwirtschaft, Forschung, Bildung und Politik haben dafür die „Biostrategie 2035“ ausgearbeitet.

Symbolbild / KI-generiert

Im Mittelpunkt stehen 24 konkrete Maßnahmen und fünf übergeordnete Ziele. Die Strategie soll den Bioanbau stärken, den Markt weiterentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren verbessern. Gleichzeitig sollen landwirtschaftliche Betriebe und Vermarkter beim Ausbau der biologischen Produktion unterstützt werden.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Nachfrage nach Biolebensmitteln. Der Konsum soll in den kommenden Jahren wieder steigen. Dafür soll Bio im Handel sichtbarer werden und stärker in der Gastronomie zum Einsatz kommen. Auch bei öffentlichen Ausschreibungen sollen mehr biologische Lebensmittel aus Südtirol berücksichtigt werden.

Ausgebaut werden soll zudem die Produktion. Die Partner wollen Anbau, Erträge und Erlöse stabilisieren. Als Ziel nennt die Strategie eine um 15 Prozent höhere Produktionsmenge je Hektar sowie einen um zehn Prozent plus Inflation steigenden Gewinnbeitrag – vorausgesetzt, der Markt lässt dies zu. Gleichzeitig soll die Qualität stärker in den Mittelpunkt rücken. „Wir wollen die Qualität vor der Menge steigern“, erklärt Bauernbund-Obmann Daniel Gasser.

Dafür sollen Aus- und Weiterbildungsangebote erweitert und die Beratung für Biobetriebe weitergeführt werden. Auch der Umstieg von konventioneller auf biologische Landwirtschaft soll stärker unterstützt werden. Forschung und Entwicklung sowie die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen sollen ebenfalls eine größere Rolle spielen.

Die 17 Partner wollen außerdem ihre Zusammenarbeit intensivieren. Zu ihnen gehören unter anderem der Südtiroler Bauernbund, Bioland Südtirol, das Versuchszentrum Laimburg, die Freie Universität Bozen, die Südtiroler Fachschulen für Landwirtschaft sowie verschiedene Beratungsringe, Verbände und Vermarktungsorganisationen. Auch der Austausch auf nationaler und europäischer Ebene soll ausgebaut werden.

Die „Biostrategie 2035“ knüpft an das bisherige „Biokonzept 2025“ an. Bis 2035 sollen die nun beschlossenen Maßnahmen vollständig umgesetzt werden. Beim nächsten Treffen der 17 Partner im November soll überprüft werden, welche Schritte bereits umgesetzt wurden und wie sich die biologische Landwirtschaft im laufenden Jahr entwickelt hat.

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