Bio-Dünger für Südtirols Obst- und Weinbau

Die Produkte entstehen durch die anaerobe Vergärung von Stallmist und Gülle aus Milchkuhbeständen. Dabei werden die Ausgangsstoffe nicht nur energetisch genutzt, sondern zu verschiedenen verwertbaren Produkten weiterverarbeitet. Die Dünger sind laut biwi geruchlos, hygienisch und schnell pflanzenverfügbar. Zudem sollen sie das Bodenleben schonen, das Wurzelwachstum fördern und einfach auszubringen sein.
Dass die Produkte auch in der Praxis eingesetzt werden, zeigt das Beispiel des Obst- und Weinbauern Georg Mauracher aus Eppan. Er verwendet seit dem Frühjahr sowohl das wicon Konzentrat als auch die Bio-Pellets. Dabei habe er eine bessere Bodenstruktur, einen stärkeren Wurzelaufbau und eine gleichmäßigere Entwicklung seiner Pflanzen festgestellt.
Von Mist zu Energie und Dünger
Die biwi-Anlage verfolgt dabei einen umfassenden Kreislauf: Aus Mist und Gülle werden neben organischen Düngern auch Energie, sauberes Wasser, biogene Kohlensäure und Bio-LNG gewonnen. Die erste Anlage wurde 2016 in Betrieb genommen. Seit 2020 wurde das Projekt gemeinsam mit Partnern aus dem Transportsektor weiterentwickelt.
Nach Angaben von biwi ist das Unternehmen nach der Europäischen Energierichtlinie zertifiziert. Unter Berücksichtigung der Transportwege weist das Verfahren zudem einen negativen CO₂-Fußabdruck auf. Damit soll die Nutzung regionaler Rohstoffe nicht nur die Landwirtschaft unterstützen, sondern zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.






