von mmh 30.07.2026 13:29 Uhr

„Trendwende hin zur Macht“: Abwerzger attackiert Kurs der Liste Fritz

Die Tiroler FPÖ übt scharfe Kritik am politischen Kurs der Liste Fritz. Anlass ist ein veröffentlichtes Interview mit Obfrau Andrea Haselwanter-Schneider, in dem sie laut FPÖ ihre Regierungsambitionen deutlich gemacht habe.

Bild: APA/EXPA/JOHANN GRODER

FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger sieht darin eine grundlegende Veränderung der Partei. Die Liste Fritz sei „nicht mehr das, was sie einmal war“, sondern wolle sich nun als „Einheitspartei“ positionieren.

Vorwurf: Regierungsbeteiligung um jeden Preis

Abwerzger wirft der Liste Fritz vor, bereits jetzt auf eine Regierungsbeteiligung nach der nächsten Landtagswahl hinzuarbeiten. Nach seiner Darstellung schmiede die Partei an einer „Verlierer-Koalition“ und biete sich als möglicher Partner für Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) an – selbst dann, wenn die ÖVP nicht mehr stärkste Kraft werden sollte.

Verweis auf Parteigründer Dinkhauser

Der FPÖ-Obmann erinnert zudem an den Gründer der Liste Fritz, Fritz Dinkhauser. Dieser habe das politische Projekt mit dem Ziel ins Leben gerufen, das „System ÖVP“ kritisch zu hinterfragen. Dinkhauser habe für politische Fairness und Gerechtigkeit gestanden und erfolgreich gegen das „schwarze Pfründe- und Feudalsystem“ in Tirol gekämpft, so Abwerzger.

„Nur noch die FPÖ steht für Protest“

Abschließend erklärt Abwerzger, Haselwanter-Schneider schlage nun einen anderen Weg ein und entwickle die Liste Fritz zu einer angepassten Regierungspartei, anstatt gemeinsam mit den Bürgern gegen das „schwarze System“ aufzutreten.

Wer einen politischen Wechsel und eine Proteststimme wolle, könne daher nur noch die FPÖ wählen, so der Landesparteiobmann abschließend.

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