von ih 30.07.2026 14:15 Uhr

Landesrätin Pamer trifft Familienreferenten der Gemeinden

Wie Familien in Südtirol noch besser unterstützt werden können, stand im Mittelpunkt eines Netzwerktreffens der Gemeindereferenten für Familie mit Landesrätin Rosmarie Pamer in der Festung Franzensfeste. Neben dem Erfahrungsaustausch wurden aktuelle Herausforderungen und neue Entwicklungen in der Familienpolitik diskutiert.

Landesrätin Rosmarie Pamer ging unter anderem auf eine Umfrage zur Schulausspeisung ein, aus der hervorgehe, dass der Mensadienst zu einem unverzichtbaren Angebot für Familien geworden sei. - Foto: LPA/Hannes Wisthaler.

„Die gute, übergemeindliche Vernetzung kann dabei helfen, Lösungen im Sinne der Familien zu finden und umzusetzen. Darum ist der persönliche Austausch immer ein Gewinn“, betonte Landesrätin Pamer. Ihr sei der regelmäßige Kontakt mit den Verantwortlichen in den Gemeinden besonders wichtig, da diese die ersten Ansprechpartner für Familien vor Ort seien.

Auf der Tagesordnung standen mehrere zentrale Themen. Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller informierte über den Kinderschutz und erläuterte, wie Gemeinden bei Verdachtsfällen einer Kindeswohlgefährdung vorgehen müssen. Bürgermeister sowie zuständige Gemeindereferenten seien als öffentliche Amtsträger verpflichtet, strafbare Handlungen und Gefährdungen des Kindeswohls den zuständigen Gerichtsbehörden zu melden.

Ein weiteres Thema war der Mensadienst an den Schulen. Pamer stellte die Ergebnisse einer Umfrage vor, die deutlich machen, dass die Schulausspeisung für viele Familien mittlerweile ein unverzichtbares Angebot ist. Gleichzeitig machten die Gemeindevertreter auf bestehende Schwierigkeiten aufmerksam – insbesondere auf den Mangel an Personal in den Bereichen Küche, Reinigung und Aufsicht.

Auch die Sommerbetreuung wurde angesprochen. Familienagenturdirektorin Monika Conrather berichtete über erste Erfahrungen mit den neuen Finanzierungskriterien. Pamer kündigte an, dass die ausstehenden Vorschusszahlungen in Kürze erfolgen würden. In der Familienagentur werde derzeit intensiv an der Bearbeitung der eingegangenen Anträge gearbeitet.

Abgerundet wurde das Treffen durch Informationen von Astrid Wiest, Direktorin des Amtes für Kinder- und Jugendschutz und soziale Inklusion. Sie stellte das Angebot des begleiteten Wohnens für Familien mit Migrationshintergrund vor.

Das Netzwerktreffen diente nicht nur dazu, aktuelle familienpolitische Themen zu besprechen, sondern auch Anregungen aus den Gemeinden aufzunehmen. Ziel sei es, gemeinsam passgenaue Unterstützungsangebote für Familien weiterzuentwickeln und die Zusammenarbeit zwischen Land und Gemeinden zu stärken.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite