Medizinischer Meilenstein: Erste Roboter-OP in Bozen durchgeführt

Nach monatelanger Vorbereitung und intensiver Schulung der OP-Teams konnte das System nun in Betrieb genommen werden. Der Einsatz erfolgt multidisziplinär, zunächst in den Abteilungen Urologie, Allgemeine Chirurgie und Gynäkologie. Weitere Fachbereiche sollen nach und nach folgen. Eine eigens eingerichtete Monitoring-Gruppe wird in den ersten Monaten die Abläufe analysieren und Optimierungsmöglichkeiten prüfen.
Mehr Präzision und schonendere Eingriffe
Gesundheitslandesrat Hubert Messner spricht von einem wichtigen Schritt hin zu einer modernen Gesundheitsversorgung. Der Roboter unterstütze vor allem bei komplexen Eingriffen und ermögliche eine höhere Präzision.
Auch Generaldirektor Christian Kofler betont die Bedeutung der Investition in Innovation und Qualität. Sanitätsdirektor Josef Widmann hebt hervor, dass insbesondere das Zusammenspiel zwischen moderner Technik und gut ausgebildeten Teams entscheidend sei.
Laut Urologie-Primar Armin Pycha ermöglicht das System eine außergewöhnliche Genauigkeit bei Eingriffen, was für Patienten weniger Belastung und eine schnellere Erholung bedeute.
Technologie bringt Vorteile für Patienten
Der OP-Roboter kommt vor allem bei minimalinvasiven Eingriffen zum Einsatz. Gesteuert wird er über eine Konsole, die Bewegungen werden in Echtzeit auf feine Roboterarme übertragen. Eine hochauflösende 3D-Kamera liefert dabei ein vergrößertes Bild des Operationsfeldes.
Für Patienten bringt diese Technologie mehrere Vorteile: kleinere Schnitte, weniger Schmerzen, ein geringeres Infektionsrisiko und eine schnellere Genesung. Auch der Krankenhausaufenthalt kann verkürzt werden.
Mit der Einführung des „Da Vinci“-Systems setzt der Südtiroler Sanitätsbetrieb gezielt auf Innovation und will die Qualität der medizinischen Versorgung weiter verbessern.






