Freispruch bei gefälschten Sprachzertifikaten sorgt für Empörung

Knoll zeigt sich fassungslos über die Entscheidung der Justiz, die den Fall laut Medienberichten trotz der Vorwürfe als „besonders milde Tat“ eingestuft habe. Zudem habe die Staatsanwaltschaft selbst auf Freispruch plädiert.
Kritik an Umgang mit Sprachpflicht
Knoll betont, wer mit gefälschten Sprachzertifikaten eine Stelle im Gesundheitswesen erlange, begehe keinen Bagatellfall, sondern schweren Betrug zulasten der Bevölkerung und der Steuerzahler. Diese müssten letztlich auch für unrechtmäßig ausbezahlte Zweisprachigkeitszulagen aufkommen.
Für die Südtiroler Freiheit sei die Einhaltung der Zweisprachigkeitspflicht ein zentrales Thema. Dass Arbeitsdruck oder Personalmangel als Rechtfertigung für solche Fälle herangezogen werde, sei „absurd und brandgefährlich“, so Knoll.
Forderung nach strengeren Kontrollen
Abschließend warnt Knoll vor einer Aushöhlung des Minderheitenschutzes, sollte Betrug ohne Konsequenzen bleiben. Er fordert eine lückenlose Aufarbeitung des Falls sowie strengere Kontrollen von Sprachzertifikaten und der Einhaltung der Zweisprachigkeitsbestimmungen im öffentlichen Dienst.
Zudem solle es künftig vor jeder Anstellung verpflichtende Einstellungsgespräche geben, um unzureichende Sprachkenntnisse frühzeitig erkennen zu können.






