von red 15.04.2019 10:12 Uhr

Golowitsch präsentiert „Südtirol – Opfer geheimer Parteipolitik“

Dieser Tage ist ein neues, spannend zu lesendes Dokumentarwerk erschienen, das die Geschehnisse in der österreichischen Südtirolpolitik bis zum Jahr 1968 dokumentiert. Autor Helmut Golowitsch hat es zusammen mit Historikern und Protagonisten der jüngeren Südtirolpolitik vergangene Woche im Hotel Sailer in Innsbruck präsentiert.

Helmut Golowitsch – Bild: UT24

Dr. Helmut Golowitsch studierte Publizistik und Volkskunde in Wien. Als Zeithistoriker hat er zahlreiche Arbeiten zur Zeitgeschichte Südtirols publiziert, so unter anderem über das Zustandekommen und die Hintergründe des Pariser Vertrags von 1946, den Gebirgskrieg am Ortler 1915–1918 sowie den Südtiroler Freiheitskampf der 1960er Jahre. Zuletzt erschien im Leopold Stocker Verlag das Werk „Südtirol – Opfer für das westliche Bündnis“ (Graz 2017). Darin hatte er anhand von Geheimdokumenten die Geschichte des „Ausverkaufs“ Südtirols an Italien nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs durch führende österreichische Bundespolitiker dargestellt (UT24 berichtete).

In der nun vorliegenden Fortsetzung „Südtirol – Opfer geheimer Parteipolitik“ die er vor rund 80 Interessierten in Innsbruck erstmals präsentiert hat, widmet sich der Verfasser der Fortsetzung dieser Politik in den 1960er Jahren. Diese vollzog sich unter Umgehung der Tiroler Landespolitik sowie der staatlichen Institutionen auf der Ebene geheimer Absprachen zwischen bestimmten ÖVP-Bundespolitikern und Politikern der „Democrazia Cristiana“ (DC).

Golowitsch präsentierte sein neues Buch im Hotel Sailer in Innsbruck. Fotos: UT24

Die vorliegende Dokumentation behandelt die Geschehnisse bis zu dem Jahr 1968, den Vorfall Porzescharte und die nachmalige offenbar koordinierte Beweismittelunterdrückung durch das Innenministerium. Auch die Duldung der Folterungen eigener Staatsbürger von Seiten Wiens und die unrühmliche Figur, die der damalige Bundeskanzler Josef Klaus und Innenminister Franz Hetzenauer abgegeben haben werden ebenso eindrücklich aufgezeigt wie die löblichen Ausnahmen der Tiroler ÖVP-Landespolitiker und des damaligen Justizministers Hans Klecatsky.

Der zusammen mit Landesrat a.D. Bruno Hosp angereiste ehemalige Regionalratspräsident Dr. Franz Pahl (beide SVP) stellte in seiner Wortmeldung die Bedeutung dieses beweiskräftigen Originalmaterials heraus: „Nicht jedem Historiker ist es vergönnt, über alle Quellen zu verfügen. Nicht jeder vermag alle falschen Rücksichten hinter sich zu lassen und der Öffentlichkeit eine umfassende Tatsachen-Schilderung zu bieten, ohne Verschweigen jener Vorgänge, Denk- und Verhaltensweisen, die dem politischen Establishment mit ihrer „political correctness“ nicht genehm sind (…) doch der Historiker Helmut Golowitsch stellt die Wahrheitsfrage, er schürft in der Tiefe, räumt täuschende Kulissen ab, zerpflückt geschönte Mythen und liefert beweiskräftiges Originalmaterial schwarz auf weiß.“

Das Werk ist im Buchhandel erhältlich. HIER zur Buchbestellung beim Stocker Verlag.

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