von wk 06.11.2026 14:06 Uhr

Genderwahn: „Grüss Göttin“ sorgt für Streit: FPÖ fordert Entfernung

Die Installation der Tiroler Künstlerin Ursula Beiler steht seit Ende Oktober an der Mariazeller Straße in St. Pölten. FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer spricht von „Gender-Wahnsinn“ und greift auch die SPÖ an.

Foto: ©FPÖ-NÖ

Das Schild befindet sich bei der Park-&-Ride-Anlage St. Pölten Süd. Was als künstlerischer Denkanstoß gedacht ist, stößt bei den Freiheitlichen auf Widerstand: Sie sprechen von ideologischer Symbolpolitik und verlangen, dass das Kunstwerk entfernt wird. Wie oe24 berichtet, passieren täglich bis zu 30.000 Fahrzeuge die Installation.

Kunstwerk der Tiroler Künstlerin

Ursula Beiler entwickelte die Idee zu „Grüss Göttin“ bereits 2008. Mit der Abwandlung des traditionellen Grußes „Grüß Gott“ wollte sie zum Nachdenken über Sprache und gesellschaftliche Rollenbilder anregen. Das Schild stand zunächst an der Inntalautobahn bei Kufstein und später auch in Graz und Innsbruck. Nach längerer Suche nach einem neuen Standort wurde es nun in St. Pölten aufgestellt.

Landbauer attackiert SPÖ und Babler

Besonders scharf fällt die Kritik von FPÖ-Niederösterreich-Landesparteiobmann Udo Landbauer aus. Er nimmt die SPÖ und Vizekanzler Andreas Babler ins Visier: „Der Gender-Wahnsinn der SPÖ nimmt immer absurdere Formen an. Vizekanzler Babler hat bei der Fußball-WM sogar unsere Nationalspieler zu Spielerinnen gemacht. Jetzt wird in der roten Landeshauptstadt selbst das „Grüß Gott“ auf den Kopf gestellt.“

Das Kunstwerk zeige, wie weit sich die SPÖ von den tatsächlichen Sorgen der Bevölkerung entfernt habe, meint Landbauer. „Die Leute erwarten sich Lösungen für ihre Probleme und keine ideologischen Verrenkungen. Schluss mit diesem Gender-Blödsinn. Das ist nur mehr verrückt“, so der FPÖ-Politiker.

Auch die Abwandlung des traditionellen Grußes lehnt er ab: „Unsere Sprache und unsere christlich-abendländischen Traditionen sind kein Spielball für ideologische Experimente. Ein ganz normales „Grüß Gott“ gehört seit Generationen zu unserer Heimat. Das muss niemand umschreiben, umdeuten oder künstlich verändern.“

Landbauer fordert die SPÖ auf, das Kunstwerk entfernen zu lassen: „Die SPÖ soll diesen Schwachsinn entfernen und die Menschen damit in Ruhe lassen.“

Auch Bürgerplattform verlangt Entfernung

Auf kommunaler Ebene bezeichnet FPÖ-Landesrat und Gemeinderat Martin Antauer die Installation als „feministische Symbolpolitik“. Die Stadtregierung beschäftige sich mit einem Kunstprojekt, während viele Menschen mit Teuerung und alltäglichen Problemen zu kämpfen hätten, kritisiert er.

Auch die Bürgerplattform „Pro St. Pölten“ fordert die Entfernung des Schildes. Ihre Sprecherin Ulrike Nesslinger wandte sich an den zuständigen Bischof Alois Schwarz. In einem Schreiben wirft sie der Installation vor, im Namen der Kunst mit dem Namen Gottes „Schindluder“ zu treiben. Der Bischof solle Schritte gegen das aus Sicht der Plattform provokante Kunstwerk setzen.

 

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite