Pfalzen löst Mietvertrag für Migrantenwohnung auf

Mietvertrag mit Besitzer aufgelöst
Pfalzen stellt eine für Migranten vorgesehene Wohnung nicht mehr zur Verfügung. Es handelte sich um eine Privatwohnung, die die Gemeinde vom Besitzer angemietet hatte. Die Kosten sollten über das Land abgerechnet werden. Bei der gestrigen Sitzung des Gemeindeausschusses wurde der Mietvertrag mit dem Besitzer aufgelöst.
Das bestätigte Bürgermeister Roland Tinkhauser im Gespräch mit UT24. Anlass für die Entscheidung war die Absage einer Familie aus Togo, die die Wohnung als zu klein beurteilt hatte.
Familie erwartete mehr Schlafplätze
Die fünfköpfige Familie habe bei der Besichtigung beanstandet, dass es nicht wie erwartet acht Schlafplätze gebe. Drei weitere Kinder oder nahe Angehörige aus Afrika hätten noch dazukommen sollen. Die Familie sei wieder gegangen, ohne in der Wohnung zu übernachten.
Tinkhauser bezeichnete die Situation als „unbegreiflich“. Die Gemeinde habe die Familie am Bahnhof in Bruneck abgeholt und nach Pfalzen gebracht. Der Bürgermeister zeigte sich enttäuscht und fassungslos.
Bürgermeister kritisiert fehlende Information
Die Wohnung sei kürzlich saniert worden und rund 90 Quadratmeter groß, erklärte Tinkhauser. Pfalzen habe in der Vergangenheit bereits Migranten oder Flüchtlinge aufgenommen, die sich seiner Einschätzung nach tadellos verhalten hätten.
Kritik übte der Bürgermeister auch daran, dass die Gemeinde bis zuletzt nicht ausreichend über die ankommende Familie informiert gewesen sei. Gemeinden müssten bei solchen Vorhaben einbezogen werden. EXKLUSIV auf UT24: Hier lesen Sie die Reaktion von Landesrätin Rosmarie Pamer.
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