von red 06.11.2026 16:00 Uhr

Der Hausbau wird in Tirol immer teurer

Tirol hat im ersten Halbjahr 2026 Wien als teuerstes Pflaster für Einfamilienhäuser abgelöst, da die Durchschnittspreise auf knapp 730.000 Euro kletterten, während sie in der Bundeshauptstadt gleichzeitig sanken. Laut einer Analyse von REMAX boomt der Markt im westlichen Bundesland spürbar: Die Verkaufszahlen im Grundbuch legten um über ein Viertel zu und erreichten ein Transaktionsvolumen von 264 Millionen Euro.

Der Traum vom Eigenheim bleibt oft nur ein Traum (Quelle: GregoryButler bei pixabay)

Regional bleibt der Bezirk Kitzbühel trotz eines drastischen Preissturzes um rund ein Drittel mit einem Schnitt von über 1,27 Millionen Euro der absolute Spitzenreiter, während Bezirke wie Kufstein und Schwaz teils kräftige Preissteigerungen verbuchten.

Österreichweit zeigt sich ein klarer Trend weg vom Neubau und hin zum Kauf sowie der schrittweisen Sanierung von Bestandsimmobilien, da hohe Grundstücks- und Finanzierungskosten den klassischen Hausbau zunehmend erschweren.

Während Vorarlberg bei den Verkaufszuwächsen bundesweit die Nase vorn hat, bildet das Burgenland mit durchschnittlich rund 225.000 Euro pro Haus das finanzielle Schlusslicht des Marktes. Die Auswertung macht deutlich, dass der Traum vom Eigenheim in Zeiten rückläufiger Baubewilligungen für die meisten Österreicher immer häufiger über den Erwerb bereits bestehender Gebäude führt.

Andreas Raffeiner

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