von lif 27.10.2026 16:47 Uhr

Wallbox im Mehrfamilienhaus wird gefördert

Das Land Südtirol hat den Leitfaden „Aufladen im Kondominium“ vorgestellt. Er soll Wohnungseigentümern und Hausverwaltungen zeigen, wie eine Wallbox im Mehrfamilienhaus sicher installiert werden kann.

Bild: APA/THEMENBILD

Im September 2026 waren 30,9 Prozent der Neuzulassungen in Südtirol reine Elektroautos, nach 17,8 Prozent im selben Monat des Vorjahres. Damit werde das Laden zu Hause wichtiger, vor allem in Mehrfamilienhäusern, in denen mehr als die Hälfte der Südtiroler lebt, teilt das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität mit. Die Broschüre richtet sich auch an Fachleute und erklärt Schritt für Schritt technische, rechtliche und sicherheitsrelevante Fragen. Alexander Alber vom Amt für Infrastrukturen und nachhaltige Mobilität nennt einen Vorteil: Für 100 Kilometer fallen bei einem Elektroauto rund sechs Euro Stromkosten an, bei einem Dieselfahrzeug rund 13,50 Euro.

Ein Schwerpunkt liegt auf dem Brandschutz. Arianna Villotti, Direktorin des Amtes für Brandverhütung, betont, dass auch bei einem privaten Stellplatz die Gegebenheiten der gesamten Garage berücksichtigt werden müssen. Die Hausverwaltung solle frühzeitig eingebunden und qualifizierte Fachkräfte beauftragt werden. Berufsfeuerwehr-Kommandant Florian Alber sagt, nach den derzeitigen Daten bestehe bei Elektroautos kein höheres Brandrisiko als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Improvisierte Lösungen seien zu vermeiden. ANACI-Präsident Marco Lombardozzi unterstreicht, dass die Anbringung nie im Alleingang erfolgen dürfe.

Das Land fördert bis zu 80 Prozent der anerkannten Kosten für Ladestationen, höchstens aber 1.000 Euro pro Ladesystem. Dazu kommen staatliche Förderungen von bis zu 1.500 Euro für Privatpersonen und bis zu 8.000 Euro für gemeinschaftliche Ladeanlagen in Mehrfamilienhäusern, wobei Voraussetzungen und Fristen gelten. Für dieselben Ausgaben können die Förderungen nicht kombiniert werden.

Der Leitfaden steht auf dem Mobilitätsportal des Landes (suedtirolmobil.info) zum Download bereit. Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider sagt dazu: „Nachhaltige Mobilität funktioniert dann wirklich, wenn sie im Alltag einfach nutzbar ist.“

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