Alpenverkehr am Limit: CIPRA-Tagung sucht nach Lösungen

Wie lässt sich der Verkehr in den Alpen künftig organisieren, ohne Natur und Lebensqualität weiter zu belasten? Mit dieser Frage befasst sich die internationale CIPRA-Jahresfachtagung am Freitag, 16. Oktober, in der EURAC in Bozen. Das Interesse ist groß: Knapp 200 Anmeldungen liegen vor. Das teilte der Dachverband für Natur- und Umweltschutz EO mit.
Nach Fachvorträgen am Vormittag sollen am Nachmittag in Masterklassen konkrete Lösungsansätze erarbeitet werden. Zu den Referenten zählen der Direktor des Ressorts Infrastrukturen und Mobilität, Martin Vallazza, STA-Generaldirektor Joachim Dejaco, Rail-Traction-Company-Geschäftsführer Martin Ausserdorfer und der Südtiroler Verkehrsexperte Helmut Moroder.
Internationale Sichtweisen bringen unter anderem Nara Valsangiacomo, Präsidentin von Pro Alps, Anna Donati, Leiterin des Verkehrsbereichs beim Kyoto Club, sowie der Verkehrswissenschaftler der Universität Innsbruck und Vorsitzende von CIPRA Österreich, Stephan Tischler, ein.
Landesräte diskutieren über Verkehrsverlagerung
Ein Podiumsgespräch am Freitagvormittag moderiert der Südtiroler Journalist Eberhard Daum. Daran nehmen Landesrat Daniel Alfreider, Tirols Landesrat René Zumtobel, der Bürgermeister von Gries am Brenner, Karl Mühlsteiger, Stefano Pedot von Confindustria Trento und Dachverbandspräsidentin Elisabeth Ladinser teil.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich der Verkehr verlagern lässt und welche Lösungen im Alpenraum gebraucht werden.
Exkursionen zum Ritten und zum Brenner-Basistunnel
Am Samstag, 17. Oktober, führen zwei Exkursionen zu unterschiedlichen Mobilitätslösungen. Eine beschäftigt sich mit dem öffentlichen Verkehr am Ritten. Die andere führt zum Brenner-Basistunnel, der den alpenquerenden Verkehr auf die Schiene verlagern soll.
Die Fachtagung bildet den Höhepunkt des Arbeitsjahres des Dachverbandes. Dieses steht unter dem Motto „mobene.bz – Gesunde Mobilität / mobilità che fa bene“; im Laufe des Jahres fanden dazu bereits mehrere Veranstaltungen statt.
„Knapp 200 Anmeldungen zeigen, dass die Frage nach einer zukunftsfähigen Mobilität viele Menschen bewegt. Jetzt wollen wir zwei Tage lang gemeinsam diskutieren, voneinander lernen und konkrete Ideen ins Rollen bringen“, sagt Elisabeth Ladinser, Präsidentin des Dachverbandes. Die Teilnahme an der Tagung und den Masterklassen ist kostenlos. Anmeldungen sind weiterhin unter www.mobene.bz möglich.






