Cannabis aus der Luft entdeckt, dann Angriff auf Nachbarn

Wie die Behörden berichten, wurde die Anbaufläche aus der Luft entdeckt. Ein Hubschrauber überflog das Gebiet rund um den Kalterer See und mithilfe der Technik an Bord fanden die Beamten die Pflanzen auf einem Grundstück direkt neben dem Haus eines 40-jährigen Arbeiters.
Bei der anschließenden Durchsuchung stellten die Beamten sieben blühende Cannabispflanzen sicher. Sie waren zwei bis drei Meter hoch. In einem Abstellraum fanden sie außerdem rund zwei Kilogramm getrocknetes Marihuana, bereits auf acht Plastiksäcke aufgeteilt. Auch Samen, eine Feinwaage und Zubehör für den Anbau wurden beschlagnahmt. Laut den Behörden hätte man aus den Pflanzen noch mindestens drei weitere Kilogramm Drogen gewinnen können. Insgesamt wären das mehrere tausend Portionen mit einem Straßenverkaufswert von rund 40.000 Euro gewesen. Der Mann wurde festgenommen und unter Hausarrest gestellt.
Fenster mit Spitzhacke eingeschlagen
Ruhe kehrte danach aber nicht ein. Am nächsten Morgen gegen 5 Uhr verließ der Mann verbotenerweise sein Haus und ging zu einem Nachbarn mit dem er Streit hatte. Nach Angaben der Ordnungshüter schlug er dort mit einer Spitzhacke die Fenster ein und stieg in das Haus. Er verwüstete den Eingangsbereich und griff den Bewohner an. Dieser musste im Krankenhaus behandelt werden.
Die Beamten trafen den Mann laut eigenen Angaben stark betrunken an. Auch Aufnahmen einer Überwachungskamera halfen dabei, den Ablauf zu klären. Neben der Flucht aus dem Hausarrest wird ihm nun auch Hausfriedensbruch, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen.
Der Mann wurde daraufhin ins Gefängnis nach Bozen gebracht. Nach einem Schnellverfahren am nächsten Tag kam er aber wieder in den Hausarrest, diesmal in einer Wohnung an einem anderen Ort.
Für den Mann gilt die Unschuldsvermutung.






