von lif 29.09.2026 12:06 Uhr

Gemeinsame Plattform gegen Lawinengefahr

Die Euregio stellt ihren Lawinenkommissionen ab dem kommenden Winter eine gemeinsame digitale Plattform zur Verfügung. Damit sollen Beobachtungen, Einschätzungen und Empfehlungen künftig direkt vor Ort erfasst werden können.

Bild: APA/THEMENBILD

Die neue Informations-, Dokumentations- und Kommunikationsplattform heißt „Pro.Lawinen.Report“. Sie soll die Bewertung von Lawinengefahren erleichtern. Im Winter 2026/27 steht die Software erstmals allen 346 Lawinenkommissionen in Nord-, Ost-, Süd- und Welschtirol zur Verfügung. Die Finanzierung für die ersten fünf Jahre wurde bei den Sitzungen von Euregio-Vorstand und Euregio-Versammlung in Innsbruck beschlossen.

Entstanden aus dem Projekt „Cairos“

Entwickelt wurde das System im Rahmen des Euregio-Projekts „Cairos“. Daran beteiligt waren jene Institutionen, die in den drei Ländern für die Lawinenkommissionen zuständig sind. Getestet wurde die Plattform mit Pilotkommissionen. Nach zwei Jahren Laufzeit ist das EU-geförderte Interreg-Projekt heuer abgeschlossen worden. Die drei Länder haben es in den Regelbetrieb übernommen. Eckpfeiler von „Cairos“ sind eine gemeinsame Ausbildung, neu entwickelte Lawinenkommissionskarten und die Softwareplattform selbst. Diese folgt dem Grundsatz „Wahrnehmen, Beurteilen, Handeln“.

Die Mitglieder der Lawinenkommissionen können mit dem Werkzeug direkt vor Ort Beobachtungen erfassen und ihre Beurteilungen erstellen. Anschließend übermitteln sie den Entscheidungsträgern die empfohlenen Maßnahmen, etwa Sperrungen von Straßen oder Skipisten.

Für die Öffentlichkeit bleibt alles gleich

Die neue Plattform richtet sich an die Lawinenkommissionen, nicht an Wintersportler. Wer sich privat über die Lage informieren will, nutzt weiterhin die App „Lawine Tirol“ des Lawinenwarndienstes.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite