Europäische Mobilitätswoche: So bewegt sich Südtirol

Die europaweite Kampagne soll nachhaltige, sichere und zugängliche Formen der Mobilität fördern. In Südtirol beteiligten sich das Land, Gemeinden, Schulen und verschiedene Partner mit Veranstaltungen und Initiativen.
„Die Europäische Mobilitätswoche zeigt, wie wichtig gemeinsames Handeln ist“, betont Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Es gehe nicht um eine einzelne Veranstaltung, sondern um zahlreiche Initiativen, an denen Kinder, Familien, Gemeinden, Vereine und Fachleute beteiligt seien. Ziel sei es, mehr konkrete Möglichkeiten für die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrrädern, das Zufußgehen und neue Formen geteilter Mobilität zu schaffen.
Fahrrad im Mittelpunkt
Zu den Aktionen von südtirolmobil und STA Green Mobility gehörte das Bike Forum, das am 18. September im Rahmen des Fahrradfests in Brixen stattfand.
Einen Tag später folgte die Radlnacht in Bruneck. Sie wurde gemeinsam mit der Stadtgemeinde Bruneck und dem Tourismusverein Bruneck Kronplatz organisiert. Auf dem Programm standen eine Abendveranstaltung rund um das Fahrrad sowie eine gemeinsame Ausfahrt.
Auch Schüler wurden in die Mobilitätswoche eingebunden. In Bozen organisierten südtirolmobil und das Festival „Le Mille e Una Scienza“ eine besondere Herausforderung für 228 Schüler aus 14 Klassen des Schulinstituts „Marcelline“.
Eine Woche lang konnten die Klassen Punkte sammeln, wenn der Schulweg zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt wurde. Die Klasse mit der höchsten Punktezahl wird ausgezeichnet.
Aktionen in mehreren Gemeinden
Nachhaltige Mobilität wurde auch in verschiedenen Gemeinden thematisiert. In Lana beteiligte sich südtirolmobil an einer Fahrrad-Schnitzeljagd.
In Meran war die Initiative bei „Bike the City 2026“ mit dem Stand „Move to Cargo“ sowie einem Fahrradparcours vertreten. In Riffian fand zudem ein Informationsabend zu Elektromobilität und Carsharing statt.
Neben den öffentlichen Veranstaltungen diente die Mobilitätswoche auch dem fachlichen Austausch. In diesen Tagen wurde das vierte Modul des Mobilitätslehrgangs abgehalten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ausbildung und Vernetzung verschiedener Akteure aus dem Mobilitätsbereich.
Mobilitätspreis zeichnet Projekte aus
Auch beim Mobilitätspreis Südtirol 2026 standen konkrete Beispiele aus der Praxis im Mittelpunkt. Ausgezeichnet werden dabei Projekte und Initiativen von Schulen, Vereinen, Gemeinden und Bezirksgemeinschaften, Unternehmen sowie weiteren engagierten Akteuren.
Südtirols Mobilitätsinitiativen finden zudem auf europäischer Ebene Beachtung. Im März wurde der Südtirol Guest Pass von der Europäischen Kommission als bestes Projekt im Rahmen der Mobility Action Awards 2025 ausgezeichnet.
Für Alfreider zeigen sowohl diese Auszeichnung als auch die breite Beteiligung an der Europäischen Mobilitätswoche, dass die Mobilitätswende vor allem durch Zusammenarbeit vorangetrieben werde. Das Land wolle dafür die notwendigen Infrastrukturen und Dienstleistungen schaffen und gleichzeitig jene unterstützen, die in Gemeinden, Schulen und lokalen Organisationen neue Ideen für den Mobilitätsalltag entwickeln.
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