USA stationieren Waffen im Weltall

Die Weltraumkontrolle umfasse die Einsatzbereiche, „die erforderlich sind, um den Weltraum zu kontrollieren und zu verteidigen“, hieß es in der Erklärung weiter. Dabei kämen „kinetische und nicht-kinetische Mittel“ zum Einsatz. Diese Fähigkeiten könnten „sowohl für offensive als auch für defensive Zwecke eingesetzt werden“.
In seiner ersten Amtszeit hatte US-Präsident Donald Trump 2019 eine United States Space Force als eigene Truppengattung ins Leben gerufen. Sowohl Russland als auch China – die beiden geopolitischen Hauptrivalen der USA – stellen potenzielle Bedrohungen für die US-Interessen im Weltraum dar.
China und Russland ebenfalls engagiert
China entwickle und betreibe „Weltraum- und Weltraumabwehrfähigkeiten als Teil einer Strategie zur Modernisierung des Militärs“, erklärte die Space Force. Russland wiederum betrachte „den Weltraum als Kriegsschauplatz“. Moskau gehe davon aus, „dass die Vorherrschaft im Weltraum ein entscheidender Faktor in zukünftigen Konflikten sein wird“.
Früher galt die größte Sorge der Stationierung von Atomwaffen im Weltraum. Doch 1967 wurde der Weltraumvertrag unterzeichnet, dem die USA und Russland angehören und der eine solche Stationierung im Weltraum verbietet. Zu den Unterzeichnern gehört auch China, dem Vertrag zufolge soll die Erforschung des Alls „friedlich“ erfolgen. Auf Satelliten oder Raumschiffen stationierte konventionelle Waffen sind damit jedoch nicht erfasst.
Zudem gewinnt seitdem etwa das Hacken und Stören von Satelliten zunehmend an Bedeutung. Sowohl Russland als auch die USA, China und Indien loten ihre Möglichkeiten dazu aus, wie sie außerhalb des Vertrags agieren können, unter anderem durch Angriffe auf die für die militärische Kommunikation, Überwachung und Navigation wichtigen Satelliten der Rivalen.
apa






