FC Südtirol verbannt deutsche Ortsnamen vom Trikot

„Deutsche Mehrheitssprache ausradiert“
Auf dem Rücken des neuen Ausweichtrikots des FC Südtirol ist der Sponsorname „Racines-Giovo“ zu lesen. Der deutsche Ortsname „Ratschings-Jaufen“ fehlt hingegen vollständig. Für SHB-Obmann Roland Lang ist dies ein Zeichen dafür, dass die deutsche Muttersprache der Südtiroler beim Profiverein zu wenig berücksichtigt werde.
„Es ist ein unerträglicher Zustand, dass ein Verein, der sich gerne als sportliches Aushängeschild des gesamten Landes feiern lässt, die deutsche Muttersprache der Mehrheitsbevölkerung einfach vom Trikot radiert“, kritisiert Lang. Besonders unverständlich sei für den SHB, dass es sich bei dem Sponsor um eine heimische Tourismusregion handle.
Auch deutsche Ortsnamen müssen Platz finden
Der Südtiroler Heimatbund sieht in dem Vorfall eine Entwicklung, bei der wirtschaftliche Interessen zunehmend über sprachliche und kulturelle Anliegen gestellt würden. Lang fordert deshalb sowohl die Vereinsführung des FC Südtirol als auch die Verantwortlichen der Tourismusregion auf, die Gestaltung des Trikots zu ändern.
Auf einem Südtiroler Trikot müssten auch die deutschen Ortsnamen ihren Platz haben, fordert der SHB. Der Heimatbund werde jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wenn aus seiner Sicht die sprachlichen Rechte zugunsten des Sponsorings in den Hintergrund rückten.






