Radikale Linke wollen in Südtirol aktiver werden

Inhaltlich will „die Sinistra die Linke“ weiterhin auf klassische linke Themen setzen: steigende Wohn- und Lebenshaltungskosten, prekäre Beschäftigung und die Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern. Das Recht auf Wohnen soll dabei eine zentrale Rolle spielen. Auch bei Räumungen positioniert sich die Partei klar gegen eine aus ihrer Sicht zu starke Fokussierung auf die öffentliche Ordnung. Stattdessen sollen soziale und strukturelle Ursachen stärker in den Mittelpunkt rücken.
Deutlich konfrontativer fällt der Blick auf die politische Konkurrenz aus. Für die kommenden Monate kündigt die Partei eine „politische Offensive“ gegen die Rechtsparteien im Land an. Genannt werden unter anderem Jürgen Wirth Anderlan und die Süd-Tiroler Freiheit, aber auch Futuro Nazionale. Die bisherigen Reaktionen der Institutionen seien angeblich zu wenig entschlossen gewesen, kritisiert „die Sinistra die Linke“. Sie will deshalb stärker gegen eine aus ihrer Sicht zunehmende Normalisierung identitärer Positionen vorgehen.
Linke auf der Suche nach eigenen Konzepten
Auch beim Thema Sicherheit sucht die radikale Linkspartei nach einer eigenen Antwort. Geplant ist ein Konzept, das Sicherheit mit Solidarität verbinden soll. Die Sicherheitspolitik der Rechten bezeichnet „die Sinistra die Linke“ dagegen als gescheitert. Konkrete Maßnahmen oder ein detailliertes Konzept legt die Partei bislang allerdings nicht vor. Vorerst bleibt es bei der politischen Ankündigung, einen Gegenentwurf zu entwickeln.
Parallel dazu will die Linkspartei ihren Einfluss unter jüngeren Wählern und Aktivisten ausbauen. Am Sonntag startet offiziell die UGS, die Jugendorganisation der „Sinistra die Linke“. Sie soll jungen Menschen einen eigenen Raum für politische Organisation und Beteiligung bieten.






