von lif 24.08.2026 19:33 Uhr

Schülerin verbrannt: Todesstrafe gegen Schulleiter bestätigt

Sie wurde auf dem Schuldach gefesselt, mit Kerosin übergossen und in Brand gesteckt: Sieben Jahre nach der Ermordung einer Schülerin in Bangladesch hat ein Berufungsgericht die Todesstrafe gegen den damaligen Schulleiter und einen Mittäter bestätigt. Zehn weitere Beschuldigte in dem Fall wurden dagegen freigesprochen.

Symbolbild von Ronald Plett auf Pixabay

Der Fall der 19-jährigen Nusrat Jahan Rafi hat 2019 in ganz Bangladesch für Entsetzen gesorgt. Die junge Frau hatte dem Leiter ihrer Schule sexuelle Belästigung vorgeworfen und ihn bei der Polizei angezeigt.

Wenige Tage später wurde sie auf das Dach der Schule gelockt, gefesselt und angezündet, weil sie sich weigerte, die Anzeige wieder zurückzuziehen. Die junge Frau erlitt Verbrennungen an 80 Prozent ihres Körpers und starb vier Tage später im Krankenhaus. In der Hauptstadt Dhaka hatte es nach dem Mord tagelange Proteste gegeben.

Strafen abgemildert

2019 hatte ein Gericht 16 Angeklagte zum Tode verurteilt. Das Berufungsgericht sprach nun zehn von ihnen frei und wandelte vier Todesurteile in lebenslange Haftstrafen um. Diese vier Angeklagten hätten die 19-Jährige gefesselt und mit Kerosin übergossen, „um sicherzustellen, dass sie stirbt“, sagte der Staatsanwalt Ruhul Quddus Kazal vor Gericht. An den Todesurteilen gegen den Ex-Schulleiter und einen weiteren Drahtzieher des Mords hielt das Berufungsgericht hingegen fest.

APA/UT24

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