von lif 24.08.2026 18:56 Uhr

Fast 3.000 Weinbetriebe in Südtirol mit Zertifizierung

Ihre Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit können fast 3.000 Weinbetriebe in Südtirol mittlerweile amtlich nachweisen: mit einer Zertifizierung nach S.Q.N.P.I. Die gesamte zertifizierte Fläche umfasst damit mehr als zwei Drittel der gesamten Weinanbaufläche im Land. 

©Südtirol Wein/ Benjamin Pfitscher

Das S.Q.N.P.I., ist ein Qualitätssystem des Landwirtschaftsministeriums, das alle Produktionsmethoden und Maßnahmen zum Schutz des Weinbaus berücksichtigt. In Südtirol ruht es auf eigenen, vom Land erlassenen Leitlinien, berichtet Südtirol Wein in einer Aussendung. „Diese Leitlinien wurden von einer Fachgruppe aus Wissenschafts- und Praxisvertretern ausgearbeitet, um sie den Südtiroler Besonderheiten anzupassen“, erklärt Eduard Bernhart, Direktor des Konsortiums Südtirol Wein.

Das Konsortium ist als Dachorganisation der Südtiroler Weinwirtschaft federführend im S.Q.N.P.I.-Projekt, hat die nötigen Voraussetzungen für die Teilnahme am Zertifizierungsprogramm geschaffen und ist rechtlich auch dafür verantwortlich. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Nachhaltigkeitszertifizierungen auf dem Markt nicht nur nachgefragt, sondern vor allem auf den Monopolmärkten auch verlangt werden“, so Bernhart. „Umso wichtiger ist eine breite Teilnahme.“

Die Teilnahme an der Nachhaltigkeitsstrategie steht allen Weinbaubetrieben und Kellereien offen. Wichtigste Ziele sind, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum zu reduzieren, eine effiziente, bedarfsgerechte Düngung sicherzustellen und gezielte ökologische Maßnahmen zu setzen.

Dass die Weinwirtschaft damit den richtigen Weg eingeschlagen hat, zeigt die Entwicklung der Teilnehmerzahlen am Programm. So stieg die Anzahl der Betriebe von 100 im 2022 lancierten Pilotprojekt auf heute 2897 mit rund 3913 Hektar Anbaufläche. „Das bedeutet, dass die Bemühungen um mehr Nachhaltigkeit auf rund 67 Prozent, also knapp mehr als zwei Dritteln der Südtiroler Weinbaufläche nicht nur Realität, sondern auch amtlich zertifiziert sind“, so Bernhart.

Alle gesetzten Schritte werden jährlich über interne und externe akkreditierte Kontrollstellen überprüft – nicht nur für den Erhalt, sondern auch für die Aufrechterhaltung der Zertifizierung. Zum umfassenden Kontrollsystem zählen regelmäßige Betriebskontrollen und auch die erzeugten Trauben werden umfangreichen Analysen unterzogen.

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