„Faschismus darf nicht salonfähig werden“

Kommentatoren verherrlichen Faschismus
Die Co-Sprecher der Grünen, Kathrin Werth und Zeno Oberkofler, betonen, Foppa habe das Thema sachlich und historisch eingeordnet. Ziel sei es gewesen, über den Umgang mit den Hinterlassenschaften der faschistischen Diktatur auf wissenschaftlicher Grundlage zu diskutieren, anstatt diese weiterhin unkritisch bestehen zu lassen.
Scharfe Kritik üben die Grünen an den Reaktionen im Internet. Werth und Oberkofler sprechen von zahlreichen Kommentaren, die den Faschismus verherrlichten. Dies zeige, dass viele Menschen noch immer nicht mit dieser Vergangenheit abgeschlossen hätten.
Auch auf die politische Debatte gehen die Grünen ein. Sie kritisieren, dass sich manche durch das öffentliche Auftreten von Politikern bestärkt fühlten, faschistische Positionen offen zu vertreten. Wörtlich erklären Werth und Oberkofler: „Widerstand bleibt weiterhin eine demokratische Pflicht.“
„Zutiefst schockierend“
Nach Ansicht der Grünen sei der Umgang mit Relikten des Faschismus keine Nebensache, sondern ein Maßstab für die demokratische Kultur. Wer sich für eine historische Einordnung dieser Bauwerke einsetze, verdiene Unterstützung und keine Anfeindungen.
Kathrin Werth fordert deshalb eine klare Reaktion aller demokratischen Parteien. Die offen gezeigte Verherrlichung des Faschismus sei „zutiefst schockierend“ und dürfe nicht verharmlost werden. Gerade in Südtirol müsse man sich der Geschichte stellen. Angesichts der immer weniger werdenden Zeitzeugen und der zunehmenden Zahl von Geschichtsleugnern sei es wichtiger denn je, einen verantwortungsvollen Umgang mit den baulichen Zeugnissen der Diktatur zu finden.
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