von mmh 08.07.2026 07:04 Uhr

Südtirol im Nationalrat: AHBT ruft Parteien zum Umdenken auf

Nach der jüngsten Debatte über Südtirol im österreichischen Nationalrat ruft der Andreas-Hofer-Bund Tirol (AHBT) zu mehr Zusammenarbeit zwischen den politischen Parteien auf. Anstelle gegenseitiger Vorwürfe brauche es einen gemeinsamen Einsatz für die Zukunft Südtirols, betont der Verein.

Alois Wechselberger, Obmann des Andreas-Hofer-Bund für Tirol (Quelle: AHBT)

AHBT-Obmann Luis Wechselberger sieht in der Diskussion im Nationalrat ein wichtiges Signal dafür, dass die Anliegen Südtirols in Wien Gehör finden. Gleichzeitig zeige die Debatte aber auch, dass die bestehenden Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden könnten.

„Südtirol ist keine parteipolitische Frage, sondern eine Herzensangelegenheit. Es geht um die Menschen, ihre Sprache, ihre Kultur und ihre Zukunft. Gerade deshalb wünsche ich mir, dass alle politischen Verantwortungsträger – in Südtirol wie in Österreich – den Dialog suchen und gemeinsam an einem Strang ziehen“, erklärt Wechselberger.

AHBT appelliert an Politik in Südtirol und Österreich

Der Andreas-Hofer-Bund Tirol richtet seinen Appell sowohl an die Südtiroler Volkspartei (SVP) als auch an die österreichischen Regierungsparteien ÖVP, SPÖ und NEOS. Diese stünden in der Verantwortung, die historische Rolle Österreichs als Schutzmacht Südtirols ernst zu nehmen und die Weiterentwicklung der Autonomie aktiv zu begleiten.

Nach Ansicht des AHBT sei die Autonomie ein bewährtes Friedensmodell, dürfe aber nicht als selbstverständlich angesehen werden. Vielmehr müsse sie kontinuierlich gepflegt, weiterentwickelt und an neue Herausforderungen angepasst werden.

Besonders wichtig sei weiterhin der Schutz der deutschen und ladinischen Volksgruppe. Dafür brauche es laut Wechselberger nicht nur politische Bekenntnisse, sondern konkrete Maßnahmen sowie einen offenen Austausch zwischen Bozen, Wien und Rom.

„Südtirol braucht Zusammenhalt“

Wechselberger fordert, die Sorgen vieler Südtiroler ernst zu nehmen. Die Menschen erwarteten keine gegenseitigen Schuldzuweisungen, sondern Verantwortungsbewusstsein, Dialog und konkrete Ergebnisse.

Der AHBT betont zudem die weiterhin wichtige Rolle Österreichs als Schutzmacht. Gleichzeitig seien alle politischen Kräfte gefordert, das Vertrauen der Bevölkerung durch glaubwürdiges und entschlossenes Handeln zu stärken.

Abschließend ruft Wechselberger alle politischen Verantwortungsträger dazu auf, den begonnenen Dialog fortzusetzen und Südtirol als gemeinsame Aufgabe zu verstehen. Die Zukunft des Landes sei zu wichtig, um sie parteipolitischen Gegensätzen zu überlassen. Südtirol brauche Zusammenhalt, Weitblick und den gemeinsamen Willen, das Erreichte zu bewahren und weiterzuentwickeln.

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