von mmh 08.07.2026 07:19 Uhr

Elfmeter-Krimi! – Schweiz kämpft sich ins Viertelfinale

Die Schweiz hat sich in der Nacht auf Mittwoch den letzten Platz im Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gesichert. Die Eidgenossen setzten sich in Vancouver nach einem torlosen Spiel gegen Kolumbien im Elfmeterschießen mit 4:3 durch und stehen damit erstmals seit 1954 wieder unter den letzten acht einer WM.

Bild: ccnull.de / Public Domain (CC0)

Nach 120 Minuten hatte es in einer taktisch geprägten und chancenarmen Partie 0:0 gestanden. Erst im Elfmeterschießen fiel die Entscheidung: Kolumbiens Davinson Sánchez setzte seinen Strafstoß an die Latte, zudem parierte Schweizer Torhüter Gregor Kobel den Versuch von Cucho Hernández. Auf Schweizer Seite verschoss lediglich Manuel Akanji. Den entscheidenden Elfmeter verwandelte der erst in der Nachspielzeit eingewechselte Ruben Vargas.

Für die Mannschaft von Trainer Murat Yakin ist es ein historischer Erfolg: Erstmals hat die Schweiz bei einer Weltmeisterschaft zwei K.-o.-Spiele gewonnen. Im Viertelfinale wartet nun in der Nacht auf Sonntag (mitteleuropäischer Zeit) Weltmeister Argentinien in Kansas City.

Defensiven dominieren über weite Strecken

Die Schweiz musste auf den verletzten Johan Manzambi verzichten, während Ruben Vargas zunächst nur auf der Bank Platz nahm. Bei Kolumbien ersetzte Luis Suárez den verletzten Jhon Córdoba in der Startelf.

Beide Mannschaften begannen mit viel Tempo, neutralisierten sich anschließend jedoch über weite Strecken. Die erste große Chance hatte Kolumbien durch Kevin Puerta, dessen Schuss Gregor Kobel stark parierte. Auf der Gegenseite prüften Fabian Rieder und Dan Ndoye den kolumbianischen Schlussmann Camilo Vargas.

Nach dem Seitenwechsel kam die Schweiz etwas druckvoller aus der Kabine. Djibril Sow und Fabian Rieder sorgten für Gefahr, ehe die Partie zunehmend von Zweikämpfen geprägt wurde. Kurz vor Schluss vergab Dan Ndoye die beste Möglichkeit der regulären Spielzeit.

Entscheidung fällt erst vom Elfmeterpunkt

In der Verlängerung wurde das Spiel deutlich offener. Jhon Lucumí traf für Kolumbien nur die Latte, wenig später musste Kobel erneut stark gegen Jaminton Campaz eingreifen. Auf der anderen Seite verhinderte Camilo Vargas gegen Zeki Amdouni die Schweizer Führung.

Da auch Granit Xhaka und Campaz ihre Chancen in der Schlussphase nicht nutzen konnten, musste das Elfmeterschießen entscheiden. Dort behielt die Schweiz die Nerven und machte den Einzug ins Viertelfinale perfekt, wo nun Argentinien wartet.

Jetzt
,
oder
oder mit versenden.

Es gibt neue Nachrichten auf der Startseite