Nach schweren Muren: Tirol startet Unterstützung für Betroffene

Besonders schwer getroffen wurde das Pitztal. Durch die Murenabgänge wurde die Pitztalstraße L 16 im Bereich der Weiler Eggenstall und Hairlach auf einer Länge von rund 500 Metern verlegt. Die angrenzenden Flächen wurden dabei großflächig zerstört.
Auch im Kaunertal hinterließen die Unwetter deutliche Spuren. Entlang der Kaunertaler Gletscherstraße wurden angrenzende Felder durch die Muren verlegt und beschädigt.
Land unterstützt bei Wiederherstellung der beschädigten Flächen
Das Land Tirol will den betroffenen Eigentümern nun bei der Bewältigung der Folgen helfen. Landeshauptmann Anton Mattle betont, dass das Land gerade bei Katastrophenereignissen Unterstützung leisten müsse.
„Tirol hält zusammen und bietet ein enges Unterstützungsnetz“, erklärt Mattle. Die Hilfe soll nicht nur die Beseitigung der sichtbaren Schäden ermöglichen, sondern auch die langfristige Wiederherstellung der landwirtschaftlichen Flächen sicherstellen.
Im Kaunertal sind derzeit rund zehn private Grundstückseigentümer von den Schäden betroffen. Im Pitztal kann das genaue Ausmaß der Zerstörungen laut Land derzeit noch nicht vollständig abgeschätzt werden.
Einzelmaßnahmen reichen laut Land nicht aus
Die Schäden betreffen großflächige Gebiete, weshalb eine Wiederherstellung durch einzelne Maßnahmen der Grundstückseigentümer kaum möglich sei. Das Land Tirol verweist darauf, dass die beschädigten Flächen oft zusammenhängend betroffen sind und eine koordinierte Vorgehensweise notwendig ist.
Landeshauptmann Mattle und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler betonen, dass hinter den betroffenen Grundstücken persönliche Existenzen stehen. Die Unterstützung solle den Eigentümern helfen, die schwierige Situation zu bewältigen.
Abteilung Bodenordnung begleitet Rekultivierung
Für die Umsetzung der Maßnahmen wird die Abteilung Bodenordnung des Landes Tirol eingebunden. Sie verfügt laut Land bereits über Erfahrung bei der Begleitung von Rekultivierungsprojekten nach Schadereignissen.
In den vergangenen Jahren habe die Abteilung gemeinsam mit dem Katastrophenfonds bereits mehrfach Projekte begleitet und dabei geholfen, landwirtschaftliche Flächen wieder nachhaltig nutzbar zu machen.
Ziel ist nun eine rasche, einheitliche und effiziente Abwicklung der Schäden im Kaunertal und Pitztal. Die betroffenen Grundeigentümer sollen bei den notwendigen Arbeiten unterstützt und durch die kommenden Schritte begleitet werden.
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