von lif 01.07.2026 17:18 Uhr

Wohnungsnot: Team K scheitert mit Fünf-Punkte-Plan

Der Südtiroler Landtag hat einen Beschlussantrag des Team K zum Wohnungsnotstand abgelehnt. Die Partei zeigt sich enttäuscht und warnt, dass Südtirol als Arbeitgeber-Land ohne konkrete Maßnahmen unattraktiv bleibe.

Bild: APA

Der Antrag umfasste fünf Vorschläge, die die öffentlichen Kassen laut Team K kaum belastet hätten. „Die Politik arbeitet in einem inakzeptabel langsamen Tempo“, kritisiert Paul Köllensperger. Er verweist etwa auf die Kasernen in Bozen oder das Bahnhofsareal, bei dem mittlerweile vom Jahr 2040 die Rede sei. „Aber die Jugend wartet nicht, sie geht. Mit ihr geht die Zukunft Südtirols.“

Konkret vorgeschlagen hatte das Team K unter anderem eine Landesagentur zur Beschaffung von Baugrund, um öffentliche Wohnungen zu einem Mietpreis von einem Drittel des monatlichen Netto-Familieneinkommens zu vermieten, nach dem Vorbild von Wien und Bologna. Weitere Punkte: die erleichterte Umnutzung leerstehender Büros, Lager und Geschäfte in Wohnraum, günstige Übergangswohnungen für Studierende und Berufseinsteiger, die Verdichtung älterer Wohnviertel des geförderten Wohnbaus in Bozen sowie die Reaktivierung des Wohnbauinstituts WOBI als Akteur am Mietmarkt.

Keine dieser Maßnahmen hätte laut Köllensperger grundlegende Gesetzesänderungen oder außerordentliche Ausgaben erfordert. Ziel sei vielmehr, das bereits Vorhandene besser vom bestehenden Baubestand bis zu bereits erschlossenem Bauland zu nutzen.  Für Köllensperger ist der Fall klar: „Die Wohnungskrise löst man nicht mit Ankündigungen.“ Es handle sich um ein Marktproblem, das sich über ein größeres Angebot und dadurch sinkende Preise lösen lasse. Das Team K kündigt an, weiterhin Vorschläge einzubringen, um jungen Menschen und Familien zu helfen, ihre Zukunft in Südtirol aufzubauen.

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