„Landesregierung bremst günstigen Strom aus“

Die Partei verweist auf die besondere Ausgangslage des Landes: „Dank seiner Wasserkraft produziere Südtirol mehr Strom, als es selbst brauche. Dennoch zahlten die Bürger weiterhin hohe Strompreise und hätten davon bis heute kaum etwas.“ Mit dem Antrag wollte die Bewegung einen Gesetzentwurf für eine Energiebehörde und eine eigene Strom-Gebotszone im europäischen Strombinnenmarkt auf den Weg bringen. Die Behörde hätte unter anderem auf eine regionale, vom Gaspreis entkoppelte Preisgestaltung hinwirken sollen. „Südtirol muss seine Autonomie auch im Energiebereich nutzen und nicht nur davon reden“, betont Erstunterzeichner Bernhard Zimmerhofer.
Eine eigene Gebotszone hätte aus Sicht der Partei dazu beitragen können, dass die lokale Wasserkraft stärker den Bürgern zugutekommt. Solange Südtirol bei der Großhandelspreisbildung Teil einer größeren italienischen Marktzone bleibe, schlügen die Vorteile des heimischen Energiemixes nicht ausreichend auf die Preise durch.
Die Begründung, all das sei schwierig umzusetzen, lässt die STF nicht gelten: Gerade wegen der technischen, rechtlichen und europäischen Fragen brauche es eine eigene Behörde, die diese aufarbeite. „Kompatscher & Co drücken erneut auf die Bremse“, so die Partei. Man wolle zwar gerne von Südtiroler Energie sprechen, sei aber nicht bereit, das Potenzial der Wasserkraft konsequent im Interesse der Bürger zu nutzen.






