Liste Fritz fordert strengere Kontrolle der Tourismusverbände

Klubobmann Markus Sint und Landtagsabgeordneter Herwig Zöttl sprechen sich für eine Reform der Tourismusabgabe aus. Ihrer Ansicht nach sollen künftig nur mehr jene Betriebe die Abgabe entrichten, die tatsächlich vom Tourismus profitieren. Seit der Änderung des Tiroler Tourismusgesetzes mit 1. Jänner 2024 werde dieser Nutzen nicht mehr im Einzelfall geprüft. Die Liste Fritz fordert daher die Wiedereinführung dieser Prüfung.
Zudem drängt die Partei auf einen Bettenstopp in Tirol. Bereits 2021 habe der Landtag einstimmig beschlossen, die Zahl der Gästebetten auf 330.000 zu begrenzen. Tatsächlich liege diese inzwischen aber bei mehr als 340.000 Betten. Laut Liste Fritz brauche es nun ein konkretes Konzept, um die Obergrenze auch umzusetzen. Als Vorbild nennt die Partei Südtirol. Ein Bettenstopp sei nicht nur aus tourismuspolitischer Sicht wichtig, sondern auch im Hinblick auf Flächenverbrauch, Wohnraummangel, steigendes Verkehrsaufkommen und den Fachkräftemangel.
Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Kontrolle der Tiroler Tourismusverbände. Nach Angaben der Liste Fritz verfügen die 34 Tourismusverbände im Land über ein Budget von rund 243 Millionen Euro im Jahr 2024. Die Partei fordert deshalb, dem Landesrechnungshof künftig die vollständige Prüfung der Gebarung der Tourismusverbände zu ermöglichen. Dafür sei eine Änderung des Landesrechnungshofgesetzes notwendig. Ziel sei mehr Transparenz und eine unabhängige Kontrolle der Verwendung öffentlicher Mittel.






