Nach Murenabgängen im Kaunertal: 250 Menschen per Hubschrauber gerettet

Der Abtransport aus dem Gepatschhaus sowie dem Gletscherrestaurant wurde noch vor einer möglichen Wetterverschlechterung am Nachmittag abgeschlossen. Bereits am Sonntag waren besonders vulnerable Personen mit der Libelle Tirol in Sicherheit gebracht worden. Verletzt wurde niemand, zudem gibt es keine Hinweise auf vermisste Personen.
Drei Muren nach Starkregen
Nach den heftigen Starkregenfällen am Sonntag waren drei Muren auf die private Kaunertaler Gletscherstraße im Gemeindegebiet von Kaunertal abgegangen. Die Straße wurde ab der Mautstelle beschädigt und ist derzeit nicht befahrbar. Zum Zeitpunkt der Murenabgänge hielten sich rund 200 Tagesausflugsgäste im betroffenen Talbereich auf.
Die Landesgeologie war bereits am Sonntag zur Begutachtung vor Ort. Am Montagvormittag erfolgte gemeinsam mit der Wildbach- und Lawinenverbauung eine weitere Beurteilung der Straße.
Erste Räumungsarbeiten haben begonnen
Auf Grundlage dieser Begutachtung konnten am Montag die ersten Beräumungsarbeiten an der Gletscherstraße gestartet werden. Wie lange die Sperre noch andauern wird, ist derzeit allerdings nicht absehbar. Der weitere Verlauf der Arbeiten hängt unter anderem von den Wetterbedingungen ab.
Bereits am Sonntagabend hatte Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes Tirol, angekündigt, dass die restlichen eingeschlossenen Personen die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant verbringen und am Montag mit Hubschraubern des Bundesheers und der Polizei ausgeflogen werden.






