von ih 29.06.2026 06:33 Uhr

Muren verschütten Kaunertaler Gletscherstraße

Heftige Starkregenfälle haben am Sonntag im Kaunertal zu mehreren Murenabgängen geführt. Drei Muren verschütteten die private Kaunertaler Gletscherstraße und machten sie ab der Mautstelle unpassierbar. Rund 200 Tagesausflugsgäste, die sich zum Zeitpunkt der Abgänge im hinteren Talbereich aufhielten, waren dadurch vorübergehend von der Außenwelt abgeschnitten.

Symbolbild UT24

Die Tiroler Landesgeologie begutachtete die Schäden noch am Sonntag. Das Ergebnis: Die Gletscherstraße bleibt bis auf Weiteres gesperrt. Wann die Verbindung wieder freigegeben werden kann, ist derzeit noch unklar.

Die Einsatzkräfte reagierten rasch. Besonders schutzbedürftige Personen wurden nach ersten Erkundungs- und Versorgungsflügen bereits mit dem Rettungshubschrauber „Libelle Tirol“ ausgeflogen. Die übrigen Gäste verbringen die Nacht im Gepatschhaus sowie im Gletscherrestaurant.

„Das Landes-Warn- und Lagezentrum organisiert gemeinsam mit dem österreichischen Bundesheer und der Polizei den Transport der weiteren Personen mit Hubschraubern am Montag“, erklärte Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement des Landes Tirol.

Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Die Behörden beobachten die Lage weiterhin genau, da die anhaltenden Niederschläge die Situation zusätzlich erschweren könnten. Die Schäden an der Gletscherstraße werden in den kommenden Tagen genauer erhoben.

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