von mmh 29.06.2026 13:48 Uhr

Ausmaß der Muren im Burggrafenamt- Aufräumarbeiten laufen weiter

Die umfangreichen Aufräum- und Sicherungsarbeiten im Murengebiet zwischen Meran und Hafling gehen auch nach dem schweren Murenereignis vom Sonntagnachmittag unvermindert weiter. Einsatzkräfte sind weiterhin mit schwerem Gerät im Dauereinsatz, während neue Drohnenaufnahmen das ganze Ausmaß der Zerstörung sichtbar machen.

(Foto: FF Untermais)

Nach den heftigen Gewittern mit Starkregen hatten Murenabgänge, überflutete Straßen und angeschwollene Bäche im Burggrafenamt für massive Schäden gesorgt. Besonders betroffen waren Meran und Hafling.

Häuser beschädigt und Menschen evakuiert

Am Sonntag gegen 17.00 Uhr trat der Weißplatter Bach zwischen Labers und Freiberg über die Ufer, nachdem sich oberhalb der Landesstraße nach Hafling eine Mure gelöst hatte. Besonders betroffen war der Bereich Naifdammweg/Katzensteinstraße in der Nähe des Schießstandes in Meran, wo drei Wohngebäude teilweise schwer beschädigt wurden. Die Mure drang zwischen zwei Häusern durch und füllte Erdgeschosse und Kellerräume meterhoch mit Schlamm und Geröll.

Insgesamt mussten 69 Menschen ihre Wohnungen verlassen, fünf Personen wurden leicht verletzt. In Meran wurden 39 Personen evakuiert, von denen 14 inzwischen wieder in ihre Häuser zurückkehren konnten, nachdem sie die Nacht bei Verwandten verbracht hatten. In Hafling wurden zusätzlich 30 Personen, darunter auch Wanderer, vorsorglich in Sicherheit gebracht. Insgesamt wurden sechs Personen leicht verletzt, drei Wohnhäuser bleiben derzeit unbewohnbar.

  • (Foto: FF Untermais)
  • (Foto: FF Untermais)
  • (Foto: FF Untermais)

Großeinsatz mit schwerem Gerät

Rund 140 Feuerwehrleute sowie Kräfte des Zivilschutzes standen bereits am Sonntag bis in die Nacht hinein im Einsatz. Auch am Montag dauern die Arbeiten an. Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehr Bozen, Landesstraßendienst, Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung sowie die Erdbauunternehmen Erdbau, Eurobeton 2000 und Schwienbacher arbeiten gemeinsam daran, Schlamm, Geröll und Holz aus Bachbetten, Straßen und Wohngebieten zu entfernen und beschädigte Uferbereiche zu sichern.

Mit Baggern, LKW und Schaufelladern werden derzeit weiterhin große Mengen an Material abtransportiert und gefährdete Bereiche stabilisiert.

Drohnenaufnahmen zeigen das Ausmaß

Neue Drohnenbilder der Berufsfeuerwehr Bozen verdeutlichen die Dimension der Ereignisse eindrucksvoll. Sie zeigen die massive Anbruchstelle im Ursprungsgebiet des Weißplatterbachs, von der sich die Mure talwärts löste, sowie die deutliche Spur der Verwüstung entlang des Bachlaufs bis in das Siedlungsgebiet.

  • (Foto: BFBZ)
  • (Foto: BFBZ)

Lage weiter unter Beobachtung

Die Einsatzlage bleibt angespannt, da aufgrund angekündigter weiterer Gewitter weiterhin erhöhte Aufmerksamkeit erforderlich ist. Die Arbeiten zur vollständigen Sicherung und Wiederherstellung der betroffenen Bereiche dauern an.

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