Morddrohungen, Würgeattacke, Warnschüsse: Kritik an Notschlafstelle wird lauter

Laut Liste Fritz wurden seit vergangener Woche drei schwere Übergriffe auf Mitarbeiter dokumentiert. Dabei soll es zu einer verbalen Morddrohung mit dem Wortlaut „Abstechen“, einer konkreten Drohung mit einem Messerangriff sowie zu einer Würgeattacke gegen einen Mitarbeiter gekommen sein. Insgesamt habe es innerhalb einer Woche zehn Polizeieinsätze gegeben. Nach Angaben der Partei mussten dabei sogar Warnschüsse durch die Polizei abgegeben werden.
Kritik an TSD-Geschäftsführung und Landesrat
Für Liste-Fritz-Klubobmann Markus Sint sind die Vorfälle ein deutliches Zeichen dafür, dass die bisher gesetzten Maßnahmen nicht ausreichend wirken.
Die politische und organisatorische Verantwortung sieht die Partei sowohl bei TSD-Geschäftsführer Florian Stolz als auch beim zuständigen Landesrat Philipp Wohlgemuth. Sint fordert rasches Handeln und kritisiert, dass die Situation trotz der Vorfälle weiter eskaliere.
Besonders besorgniserregend sei laut Liste Fritz die Belastung der Mitarbeiter. Die Partei warnt davor, dass weitere Beschäftigte kündigen könnten, wenn sich die Situation nicht verbessere.
Forderung nach Sofortmaßnahmen
Die Liste Fritz fordert konkrete Schritte zur Verbesserung der Situation. Dazu zählen unter anderem eine Türschleuse in der Notschlafstelle Innsbruck und im Nikado, täglicher Security-Einsatz, ausreichend Personal im laufenden Betrieb, die Rücknahme der Kündigung eines langjährigen Mitarbeiters sowie Maßnahmen gegen die seit längerem bestehende Bettwanzenproblematik.
Nach Ansicht der Partei dürfen Sicherheit, Sauberkeit und ausreichende personelle Ressourcen keine Sonderwünsche sein, sondern müssten als Mindeststandards gelten.
Der geplante Neubau der Notschlafstelle, der laut Liste Fritz frühestens in zwei Jahren fertiggestellt werde, könne nicht als Begründung dienen, aktuelle Missstände weiter hinzunehmen. Die Partei fordert daher rasche und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Klienten.






