„Ich will das nicht in unserem Land“

„Einschüchterung, Androhung von Gewalt, indirekter Aufruf von Gewalt und schließlich die Ausübung von Gewalt sind Stilmittel extremer politischer Ränder, die in einer Demokratie nichts zu suchen haben“, erklärt Harald Stauder. Laut Medienberichten werde vermutet, dass die Täter dem linksextremen Spektrum angehören könnten.
Stauder verweist darauf, dass es in Südtirol eine lange Tradition katholischer Studentenverbindungen gebe. Gleichzeitig unterstreicht er, dass Gewalt unabhängig von der politischen Herkunft der Täter gleichermaßen verurteilt werden müsse. „Es gibt eine große Sensibilität, wenn es um Gewalttaten geht, die von rechtsextremen Kreisen ausgehen. Das ist wichtig und darf keinesfalls relativiert werden. Ich wünsche mir allerdings, dass derselbe Maßstab auch beim linksextremen Spektrum angewandt wird“, so der SVP-Landessekretär.
Den beiden verletzten jungen Männern wünscht Harald Stauder eine rasche Genesung und sprach sich für eine vollständige Aufklärung des Vorfalls aus. Zugleich warnte er vor einer zunehmenden Verrohung der politischen Sprache. Polemik, Hetze und verbale Aufrüstung würden politisch motivierter Gewalt den Weg ebnen, sagte Stauder. In diesem Zusammenhang kritisierte er auch einzelne Oppositionspolitiker, die „Kinder mit Spielzeugpistolen als schwer bewaffnete Kriminelle“ darstellen würden. „Ich will das nicht in unserem Land, das hat sich Südtirol nicht verdient“, betont Stauder.
Neueste Meldungen






