von lif 25.05.2026 11:20 Uhr

Wie die Digitalisierung dem Modehandel hilft

Ein gutes Warenwirtschaftssystem ist heute weit mehr als ein digitales Lagerprogramm. Es gilt zunehmend als zentraler Baustein für einen erfolgreichen und zukunftsfähigen Modehandel. Darüber diskutierte die Fachgruppe Mode im Wirtschaftsverband hds bei ihrer Vollversammlung, die vor kurzem in Bozen stattgefunden hat.

Symbolbild von Ranjat M auf Pixabay

„Der Modehandel lebt von Aktualität, Verfügbarkeit und Beratung. Wer jederzeit weiß, welche Größen, Farben und Modelle im Geschäft, im Lager oder online verfügbar sind, kann schneller reagieren, besser verkaufen und Kundinnen und Kunden gezielter bedienen“, betont Markus Rabanser, Präsident der Fachgruppe Mode.

Wettbewerbsvorteil in einer schnelllebigen Branche

Gerade in der Modebranche, in der Saisonalität, Trends und touristische Spitzenzeiten eine große Rolle spielen, wird ein professionelles System immer wichtiger. Es verschafft den Betrieben einen laufenden Überblick über Lagerbestände und Größenläufe, reduziert Fehlbestände, erleichtert Nachbestellungen und spart Zeit bei Inventur und Verwaltung. Zudem liefern moderne Systeme klare Daten zu Umsatzentwicklung, Rennern und Ladenhütern. „Bauchgefühl bleibt im Modehandel wichtig, aber es muss heute durch verlässliche Zahlen ergänzt werden. Nur so können Sortimente gezielt gesteuert, Kapitalbindung reduziert und saisonale Chancen besser genutzt werden“, so Rabanser.

Verbindung von Geschäft, Onlineshop und Social Media

Immer wichtiger wird auch die Verknüpfung zwischen stationärem Geschäft, Onlineshop und sozialen Medien. In Italien nutzten Anfang 2025 rund 53,3 Millionen Menschen das Internet, die Internetdurchdringung lag bei 89,9 Prozent. Dazu kamen 42,2 Millionen Social-Media-Nutzeridentitäten. Entsprechend verschieben sich die Kaufimpulse immer stärker zwischen Schaufenster, Smartphone und Geschäft. „Viele Kunden informieren sich online, lassen sich über soziale Medien inspirieren und kaufen anschließend im Geschäft oder umgekehrt. Dafür braucht es Systeme, die Bestände, Verkaufskanäle und Kundenservice sauber miteinander verbinden“, erklärt Rabanser.

Chance besonders für kleine Betriebe

Die Fachgruppe Mode sieht in der Digitalisierung der Warenwirtschaft daher keine technische Nebensache, sondern eine strategische Aufgabe für den gesamten Sektor. Besonders kleinere und familiengeführte Betriebe könnten durch passende Lösungen Zeit sparen, ihre Sortimente besser planen und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.

„Es geht nicht darum, den Modehandel unpersönlicher zu machen. Im Gegenteil: Gute digitale Werkzeuge schaffen Freiraum für das, was unsere Betriebe auszeichnet. Persönliche Beratung, Stilkompetenz und Nähe zur Kundschaft“, so Rabanser.

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