von mmh 21.05.2026 09:11 Uhr

Mehr Jugendliche brauchen Unterstützung: Beratungsangebot stößt an Grenzen

Das Unterstützungsangebot JugendCoachingGiovani hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt 190 Anfragen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind eingegangen – so viele wie noch nie seit Bestehen des Dienstes. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen für junge Menschen weiter an, während die Finanzierung des Angebots weiterhin nicht vollständig gesichert ist.

JugendCoachingGiovani unterstützt junge Menschen dabei eine Arbeit, eine Lehrstelle, ein Orientierungspraktikum oder einen geeigneten Bildungsweg zu finden. (Bild: netz | Dachverband Offene Jugendarbeit KDS)

JugendCoachingGiovani begleitet Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 15 und 25 Jahren auf dem Weg in Ausbildung und Arbeitswelt. Ziel ist es, eine Arbeit, eine Lehrstelle, ein Orientierungspraktikum oder einen passenden Bildungsweg zu finden.

Das Angebot ist beim netz | Dachverband Offene Jugendarbeit KDS angesiedelt und besteht seit 2014. „Wir verfolgen das Ziel, Jugendarbeitslosigkeit zu senken und Schulabbrüchen entgegenzuwirken“, erklärt Koordinatorin Sandra Mercuri.

Die Coaches unterstützen die Jugendlichen dabei, persönliche und berufliche Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig sollen Eigenverantwortung und Selbstwirksamkeit gestärkt werden. In individuellen Gesprächen werden Interessen, Stärken und Fähigkeiten erarbeitet und gemeinsam Ziele festgelegt, die anschließend Schritt für Schritt umgesetzt werden.

Wachsende Herausforderungen für junge Menschen

Laut den Verantwortlichen nehmen die Herausforderungen für Jugendliche deutlich zu. Dazu zählen Schwierigkeiten bei der Entscheidungsfindung, erschwerte Übergänge in Ausbildung und Beruf sowie psychosoziale Belastungen.

JugendCoachingGiovani soll dabei helfen, Exklusionsrisiken zu verringern und die Chancen auf Teilhabe zu verbessern. Das Angebot wird größtenteils vom Amt für Jugendarbeit gefördert, die Finanzierung ist jedoch nicht vollständig gesichert.

„Das Unterstützungsangebot benötigt eine gesicherte vollständige Finanzierung. Nur so kann das Angebot weiterhin für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen zugänglich und kostenlos erhalten bleiben“, betont netz-Geschäftsführerin Irene Ohnewein.

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