von mmh 27.04.2026 17:33 Uhr

Hohe Waldbrandgefahr: Behörden schlagen Alarm

Aufgrund anhaltender Trockenheit herrscht derzeit in ganz Tirol erhöhte Waldbrandgefahr. Die Bezirkshauptmannschaften sowie die Stadt Innsbruck haben daher flächendeckend ein Verbot für das Entzünden und Hantieren mit Feuer im Wald und in gefährdeten Bereichen erlassen.

APA/THEMENBILD

Betroffen sind nicht nur offene Feuerstellen, sondern auch das Wegwerfen von glimmenden Gegenständen wie Zigaretten oder Zündhölzern. Ebenso untersagt sind sogenannte Zweckfeuer, etwa das Verbrennen von Astmaterial auf Almflächen. Das Verbot gilt auch für Waldbesitzer und bleibt bis auf Widerruf in Kraft.

Trockenheit erhöht Risiko massiv

Die geringe Niederschlagsmenge der vergangenen Wochen hat die Situation deutlich verschärft. Auch in den kommenden Tagen ist laut Prognosen nicht mit nennenswertem Regen zu rechnen. Damit bleibt die Gefahr hoch, dass bereits ein kleiner Funke einen Brand auslösen kann.

Sicherheitslandesrätin Astrid Mair warnt eindringlich: Die aktuellen Bilder aus anderen Regionen würden zeigen, wie schnell sich Brände ausbreiten können. Sie ruft dazu auf, beim Aufenthalt in der Natur besonders vorsichtig zu sein.

Auch LHStv Josef Geisler betont die Risiken: Schon eine weggeworfene Zigarette könne unter den derzeitigen Bedingungen einen Waldbrand auslösen. Neben hohen Schäden gehe dadurch auch die wichtige Schutzfunktion der Wälder verloren.

Feuerwehr bittet um Aufmerksamkeit

Im Ernstfall zählt jede Minute: Wer einen Waldbrand entdeckt, soll umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 verständigen und in sicherer Entfernung auf das Eintreffen der Einsatzkräfte warten.

Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter weist darauf hin, dass solche Einsätze große Ressourcen binden und für die Einsatzkräfte gefährlich sein können. Mehr als 80 Prozent der Waldbrände würden durch menschliches Verhalten verursacht und könnten daher verhindert werden.

Große Schäden drohen

Die Folgen von Waldbränden können gravierend sein: Neben der Zerstörung der Vegetation entstehen erhebliche wirtschaftliche Schäden. Zudem wird die wichtige Schutzfunktion der Wälder geschwächt, was das Risiko weiterer Naturgefahren erhöht.

Die Behörden appellieren daher an die Bevölkerung, die geltenden Verbote strikt einzuhalten und besonders achtsam zu sein.

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