von lif 23.04.2026 08:30 Uhr

41 Tote, 80 Verletzte: Schweiz sucht Gerechtigkeit für Opfer

In der Bar Le Constellation im Walliser Skiort Crans-Montana hat ein Brand in der Neujahrsnacht 41 Menschen das Leben gekostet, rund 80 weitere wurden überwiegend schwer verletzt. Ausgelöst wurde das Feuer durch funkensprühende Partyfontänen, die Schaumstoff an der Decke in Brand setzten. Nun setzt die Schweizer Regierung auf außergerichtliche Lösungen für die Betroffenen.

Bild: APA/AFP

Die Schweizer Regierung hat den Wirtschaftswissenschafter und Ex-Kantonspolitiker Laurent Kurth als Präsidenten eines Runden Tisches ernannt. Dieser soll Betroffene, Angehörige, Versicherungen und Behörden zusammenbringen und den Dialog vereinfachen, um außergerichtliche Vergleichslösungen zu erarbeiten.

Strafrechtlich laufen die Ermittlungen parallel weiter. Gegen die Barbetreiber Jessica und Jacques Moretti sowie mehrere Gemeindeverantwortliche wird wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt. Der Brandschutz in der Bar war entgegen den Vorschriften seit 2019 nicht mehr überprüft worden.

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