von hm 16.10.2021 07:25 Uhr

Krankengeld: Der Quarantäne-Missstand hat ein Ende

Tausende Südtiroler, die – obwohl nicht infiziert – in Quarantäne und somit im Krankenstand waren, sollen ihr Krankengeld nun auch rückwirkend erstattet bekommen. Der römische Ministerrat hat am Freitag die Finanzierung genehmigt.

Symbolbild/Pixabay

Über 30.000 Südtiroler war seit Jahresbeginn eine Quarantänemaßnahme verhängt worden, obwohl sie selbst nie positiv getestet worden waren. Sie alle konnten sich krank schreiben lassen. Wie sich im Sommer herausstellte, hatte Rom zwar diese Möglichkeit vorgesehen, aber laut INPS-Vize-Direktorin Luisa Gnecchi „vergessen, dem INPS die nötigen Finanzmittel bereit zu stellen“. Dem italienischen Fürsorgeinstitut fehlten Medienberichten zufolge 400 Millionen Euro (UT24 berichtete).

Am Freitag einigte sich der Ministerrat in Rom auf die nötigen Finanzmittel. 900 Millionen Euro stellt die Regierung dem Fürsorgeinstitut INPS/NISF zur Verfügung. Damit werden die genannten Quarantäne-Krankenstände nun rückwirkend seit Jahresanfang finanziert.

Für Eltern, über deren Kinder eine Quarantänemaßnahme verhängt wurde, wird es weiterhin eine Neuauflage der Sonderelternzeit geben. Bei betroffenen Kindern unter 14 Jahren wird der Zeitraum mit 50 Prozent des Lohnes vergütet. Beanspruchen kann diese Sonderelternzeit allerdings nur ein Elternteil.

Eine Freistellung von der Arbeit, die die Eltern seit Schulbeginn wegen Quarantäne oder Fernunterricht der Kinder in Anspruch genommen haben, kann nun ebenso rückwirkend in Sonderelternzeit umgewandelt werden.

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