von fe 12.10.2020 13:01 Uhr

„Der Bozner Obstmarkt gleicht einem arabischen Basar“

Müll und der Geruch nach Erbrochenem: Immer wieder sind die Zustände am Bozner Obstplatz Grund für Ärger unter den Anrainern.

Bozner Obstmarkt - Foto: Wikimedia

Die Bozner Freiheitlichen beanstanden den Zustand des Obstmarktes, der „immer mehr einem arabischen Basar” gleicht und ein schlechtes Aushängeschild für die Landeshauptstadt darstelle.

„Der Bozner Obstmarkt ist zweifelsohne als eines der Wahrzeichen der Landeshauptstadt Bozen anzusehen, sowohl aufgrund seiner architektonischen Merkmale als auch aufgrund seines besonderen Wertes als Gesamtensemble. Es handelt sich um einen historischen Tagesmarkt, auf welchem schon seit Jahrhunderten Handel betrieben wird. Zudem hat der Obstmarkt einen großen touristischen Wert“, sagt der freiheitliche Bezirksrat von Bozen, Fabian Pernter.

Seit mehreren Jahren verspreche die Bozner Stadtverwaltung eine Aufwertung des Obstmarktes. Ziel war es gewesen, mehr einheimische landwirtschaftliche Produkte dort zum Verkauf anzubieten. Dies entnehme man unter anderem aus der geltenden Gemeindeordnung. “„Leider scheinen die beschlossenen Maßnahmen wenig Erfolg gehabt zu haben. Der Bozner Obstmarkt gleicht heute eher einem arabischen Basar als einem historischen, abendländischen Tagesmarkt“, kritisiert Pernter. 
 
„Er wird dadurch seinem Ruf als eines der Wahrzeichen von Bozen derzeit nicht gerecht. Der traditionelle Handel, vorwiegend mit frischem Obst und Gemüse und der typische Charakter sowie das besondere Flair des Obstmarktes gehen dadurch eindeutig verloren. Von den insgesamt 21 Verkaufsständen sind lediglich drei Kioske für den Verkauf von Südtiroler bzw. einheimischen landwirtschaftlichen Produkten vorgesehen“, sagt Pernter.
 
„Es wäre höchst an der Zeit, den Obstmarkt aufzuwerten und Hauptaugenmerk auf die vielfältigen, einheimischen landwirtschaftlichen Produkte von hoher Qualität zu legen. Zudem sollten Rahmenbedingungen geschaffen werden, sodass der Verkauf von Obst und Gemüse, wie früher üblich, auch auf dem Bozner Obstmarkt für einheimische Händler und möglicherweise auch Selbstvermarkter in der Landwirtschaft wieder attraktiv und interessant wird“, sagt Pernter.
 
Weiters ist laut Pernter festzustellen, dass sich der Bozner Obstmarkt vor allem an den Wochenenden zu einer äußerst unsicheren Gegend verwandelt. Drogenhandel, Alkoholmissbrauch sowie Schlägereien vorwiegend von gewaltbereiten Ausländern stünden an der Tagesordnung. „Das Bild, in welchem sich am Sonntagmorgen der Bozner Obstmarkt präsentiert ist allzu oft eines von Flaschen, Glasscherben, Müll und Erbrochenem. Das ist beschämend und einer Landeshauptstadt unwürdig“, so Pernter.
 
„Die kürzlich neu gewählte Stadtverwaltung von Bozen und zuständigen Stellen sind aufgefordert, ihren jahrelangen Versprechungen nun endlich Taten folgen zu lassen und für eine Aufwertung dieses Wahrzeichens von Bozen zu sorgen“, sagt Pernter.

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