Seniorenwohnheime: Land und Verband suchen gemeinsam nach Lösungen

„Der Bedarf an Pflege wird weiter steigen, weil wir viel mehr Lebenszeit, auch mehr Lebenszeit mit Pflegebedarf, haben. Darum müssen wir jetzt die Weichen richtig setzen, um auch künftig gut aufgestellt zu sein“, betonte Kompatscher. Für Pamer gehe es um eine gute Weiterentwicklung des Bereichs, die vor allem auf eine konstruktive und dialogorientierte Zusammenarbeit aller Partner baue. VdS-Präsidentin Martina Ladurner betonte, dass in den Südtiroler Heimen mit hohem Verantwortungsbewusstsein und großer Kompetenz gearbeitet werde. Es brauche aber gute Rahmenbedingungen und einen ständigen Dialog.
Ein zentrales Thema waren die Kosten. Derzeit wird rund ein Drittel der Kosten für einen Heimplatz von den Nutzer beziehungsweise deren Familien getragen, zwei Drittel übernimmt die öffentliche Hand. Die Grundtarife sind in den vergangenen Jahren gestiegen: Für die Nutzer um 29 Prozent, auf Landesseite sogar um 83 Prozent, berichtet das LPA in einer Aussendung. „Bei der Gestaltung der Tarife muss auf Kostenwahrheit und soziale Gerechtigkeit geachtet werden“, hielt der Landeshauptmann fest. Parallel dazu arbeite das Land an Maßnahmen zur Entlastung des Systems.
Planungssicherheit und Personal als große Anliegen
In der Diskussion mit den Heimvertretern zeigte sich, dass neben der Personalfrage vor allem die Planungssicherheit zu den wichtigsten Anliegen zählt. Michela Morandini, Direktorin des zuständigen Ressorts, sowie VdS-Direktor Oswald Mair gaben einen Überblick über den aktuellen Stand der Verhandlungen zum neuen Bereichsabkommen für das Sozialwesen.
Landesrätin Pamer informierte zudem über den Ausbau der berufsbegleitenden Ausbildung im Pflege- und Betreuungsbereich, der gemeinsam mit den Landesfachschulen für Sozialberufe Hannah Arendt vorangetrieben wird. Bereits im Herbst startet an mehreren Standorten eine verkürzte neue Ausbildung.






