Hackerangriff auf Brennerbasistunnel: Datenzugriff bestätigt – viele Fragen offen

Der Angriff auf die Gesellschaft hinter dem Brennerbasistunnel ereignete sich bereits Mitte Oktober. Die BBT SE bestätigte den Vorfall gegenüber der „Tiroler Tageszeitung“. Demnach gelang es den Tätern, auf Daten zuzugreifen. Die Sicherheitsprotokolle seien „umgehend aktiviert“ worden, erklärte die Gesellschaft. Auch der Staatsschutz wurde laut Bericht informiert.
Hackergruppe beansprucht Angriff für sich
Die Gruppe „Everest“ behauptet, hinter der Attacke zu stehen. Der Cybersicherheitsanbieter Telsy dokumentiert diese Behauptung in seinem Lagebericht. Eine behördlich bestätigte Zuordnung der Täter liegt damit allerdings noch nicht vor.
Keine Antwort auf mögliche Zahlungen
Unbeantwortet ließ die BBT SE gegenüber den Medien die Frage, ob mit den Angreifern verhandelt oder Geld bezahlt wurde. Welche Daten betroffen sind und wie umfangreich der Zugriff war, bleibt nach den bisher veröffentlichten Angaben ebenfalls ungeklärt.
Folgen für die Baustellen bisher nicht belegt
Ein durch die Cyberattacke verursachter Baustopp oder eine Beeinträchtigung der Baustellensicherheit ist durch die bislang vorliegenden Informationen nicht belegt. Auch der genaue Angriffsweg und eine mögliche Verschlüsselung von Systemen sind derzeit nicht gesichert bekannt.
Damit steht fest: Die digitale Absicherung des milliardenschweren Infrastrukturprojekts wurde angegriffen. Wie groß der Schaden ist und welche Konsequenzen daraus gezogen werden, muss noch geklärt werden.
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