von wk 29.10.2026 17:03 Uhr

Super-Holding für Südtirols Müll? Brunner soll offene Fragen klären

Wie wird die Abfallwirtschaft künftig organisiert? Im Landtag steht eine mögliche landesweite Holding im Raum. Landesrat Peter Brunner soll am 25. November den Stand der Planung erläutern.

Symbolbild. APA (Keystone/Archiv)

Die Neuordnung der Südtiroler Abfallwirtschaft beschäftigt erneut den Landtag. Der II. Gesetzgebungsausschuss hat die Anhörung von Umweltlandesrat Peter Brunner zum Stand und zur organisatorischen Ausgestaltung des EGATO-Projekts weiter behandelt. Auf Vorschlag des Abgeordneten Sandro Repetto (PD) soll Brunner am 25. November Auskunft geben. Die Anhörung war bereits im Juni beschlossen worden.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Müllsammlung, Verwertung und Entsorgung künftig organisiert werden sollen – und wie stark Gemeinden und bestehende Betriebe dabei eingebunden bleiben.

Repetto warnt vor einer „Super-Holding“

Repetto will wissen, welche Haltung das Land zur geplanten funktionalen Einheit in der Abfallwirtschaft einnimmt. An ihr könnten unter anderem SEAB sowie die Stadtwerke Meran und Brixen beteiligt sein. „Es besteht die Gefahr, dass die funktionale Einheit zu einer Super-Holding wird“, warnt Repetto.

In einer Landtagsanfrage vom März hatte er ein mögliches Modell beschrieben: Demnach könnte Eco Center als Dachgesellschaft mehrere operative Unternehmen bündeln. Genannt wurden SEAB, die Stadtwerke Meran und Brixen sowie eine neue Gesellschaft für das Pustertal. Auch eine Beteiligung des Landes und der Gemeinden zu je 50 Prozent wurde in diesem Szenario angeführt. Dabei handelt es sich um die von Repetto dargestellte mögliche Struktur, nicht um ein vom Land bestätigtes oder beschlossenes Modell.

Vier Modelle stehen zur Debatte

Das Land hatte im Jänner mitgeteilt, dass vier Varianten geprüft werden: Zuständigkeit bei den einzelnen Gemeinden, ein EGATO je Bezirksgemeinschaft, ein landesweites EGATO mit Untereinheiten oder ein integriertes Modell mit EGATO, Holding und örtlichen Betriebsgesellschaften. Eine endgültige Entscheidung war damals noch nicht gefallen; die Arbeitsgruppe sollte die Vorschläge auch im Zusammenhang mit der Autonomiereform erneut prüfen.

Bei EGATO geht es um eine öffentliche Stelle, die die Abfallwirtschaft für ein Gebiet organisiert. Eine mögliche Holding wäre davon zu unterscheiden: Sie könnte die Betriebe bündeln, die den Dienst praktisch ausführen.

 

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