von wk 28.10.2026 11:34 Uhr

Mehr Zeit im Stau als im Fahrmodus“: Transporteure fordern Lösungen

Baustellen, Staus und Unfälle bringen den Warenverkehr zunehmend an seine Grenzen. Die Transporteure im lvh fordern rasch wirksame Maßnahmen, damit der Verkehr auf einer der wichtigsten Wirtschaftsadern des Landes wieder fließen kann.

Im Bild: Alexander Öhler, Obmann der Transporteurinnen und Transporteure im lvh – ©lvh.apa

Kilometerlange Staus auf der Brennerroute

Die Geduld der Südtiroler Transporteure ist am Ende. Seit Tagen kommt es entlang der Brennerautobahn immer wieder zu kilometerlangen Staus und erheblichen Verzögerungen. Baustellen, Fahrbahnverengungen und zusätzliche Zwischenfälle bringen den Verkehr regelmäßig zum Erliegen. Verschärft ein Unfall die ohnehin angespannte Lage, steht die gesamte Achse still.

„So kann es nicht weitergehen. Wir verbringen inzwischen mehr Zeit im Stau als im Fahrmodus“

kritisiert Alexander Öhler

„Die Belastungsgrenze ist längst überschritten“

Besonders unverständlich sei für die Branche, dass zahlreiche Baustellen gerade zu den verkehrsintensivsten Zeiten den Verkehrsfluss zusätzlich beeinträchtigen. „Entweder wird auf den Baustellen verstärkt nachts gearbeitet oder es müssen andere Lösungen her. Die Belastungsgrenze ist längst überschritten“, fordert Öhler.

Ohne Transporteure kommen keine Waren ans Ziel

Den Transporteuren gehe es nicht darum, pauschal Kritik zu üben. Funktionierende Mobilität sei eine Grundvoraussetzung für die Versorgung von Betrieben und Bevölkerung. „Wir wollen nicht nur schimpfen. Aber ohne Transporteure kommen keine Waren ans Ziel. Ob Äpfel aus dem Vinschgau, Möbel aus Südtiroler Handwerksbetrieben oder bestellte Waren aus dem In- und Ausland: Alles muss transportiert werden. Dafür braucht es freie und funktionierende Verkehrswege.“

Verzögerungen verursachen zusätzliche Kosten

Die Transporteure im lvh warnen davor, die wirtschaftlichen Folgen der ständigen Verzögerungen zu unterschätzen. Jede Stunde im Stau verursacht zusätzliche Kosten, erschwert die Tourenplanung und erhöht den Druck auf Fahrer und Unternehmen. Öhler fordert deshalb gemeinsam mit den zuständigen Stellen rasch praktikable Lösungen, um die Leistungsfähigkeit der Brennerroute wieder sicherzustellen.

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