Meta sammelt 97,5 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren ein

Wie der Konzern am Dienstag mitteilte, sind die ersten 37,5 Milliarden Dollar bereits sicher. Der Preis für die neuen Stammaktien wurde auf 625 Dollar festgelegt, das Volumen dieser Emission von 22,5 auf 25 Milliarden Dollar erhöht. Hinzu kommen Hinterlegungsscheine im Volumen von 12,5 Milliarden Dollar zu je 50 Dollar. Voraussichtlich im Frühjahr 2027 will Meta nach und nach weitere Aktien für 60 Milliarden Dollar am Markt platzieren.
Allein in diesem Jahr plant Meta, 135 bis 145 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur zu investieren. Über mehrere Jahre dürften sich die Ausgaben auf 825 Milliarden Dollar summieren. Die Kapitalerhöhung hatte das Unternehmen bei der Vorlage der Quartalszahlen in der Vorwoche angekündigt. Im dritten Quartal musste Meta erstmals seit mehr als zehn Jahren einen operativen Mittelabfluss hinnehmen: Der Free Cashflow lag bei minus 2,12 Milliarden Dollar, ein Jahr zuvor waren es noch plus 10,63 Milliarden.
Auch große Chiphersteller beteiligen sich. Nvidia, AMD und Broadcom haben sich laut Meta bereit erklärt, neue Papiere für bis zu 5 Milliarden Dollar zu zeichnen, allein Nvidia investiert 3 Milliarden. Dass Chiplieferanten bei ihren Kunden einsteigen, bereitet Marktteilnehmern Sorgen wegen eines wachsenden Finanzkreislaufs in der Branche.
Meta hat massiv in Chips und Rechenzentren investiert, um mit OpenAI und Anthropic mitzuhalten. Die Analysten von William Blair schreiben, der Weg zu einem profitablen KI-Geschäft sei womöglich nicht gerade. Technologiekonzerne finanzierten den Ausbau lange aus Rücklagen, greifen aber zunehmend auf die Kapitalmärkte zurück. Alphabet hatte im Juni angekündigt, neue Aktien für 84,75 Milliarden Dollar auszugeben.
APA/UT24






