von lif 22.10.2026 19:27 Uhr

Südtiroler Projekt ausgezeichnet erhält EUSALP Energy Award

Ein Südtiroler Unternehmen hat bei der EUSALP einen Energiepreis erhalten. Gruber Logistics wurde mit einem der EUSALP Energy Awards 2026 für das Projekt „ZEFES“ ausgezeichnet.

Die Zusammenarbeit innerhalb von EUSALP bietet den Alpenregionen die Möglichkeit, gemeinsame Positionen zu erarbeiten und grenzüberschreitende Herausforderungen koordiniert anzugehen. (Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ Bayerische Staatskanzlei)

Wie das Land mitteilt, erprobt das Projekt auf dem Brennerkorridor einen Lkw mit Wasserstoff Brennstoffzelle im Langstreckenverkehr. Es soll Erkenntnisse für einen emissionsfreien Schwerlastverkehr liefern. Landeshauptmann Arno Kompatscher überreichte den Preis. Er betonte, es brauche genau solche Unternehmen, die den Mut haben, neue Wege zu gehen. Sie zeigten, dass die Energiewende gelingen kann und der Wandel der Brennerachse zu einem „Green Corridor“ ein machbares Ziel ist.

Die Preise wurden bei der Generalversammlung der EU Strategie für den Alpenraum (EUSALP) am heutigen Donnerstag, den 22. Oktober, in Lindau am Bodensee verliehen. Damit endete die bayerische Präsidentschaft 2026. Vertreter der sieben Alpenländer und 48 Regionen zogen Bilanz. Den Vorsitz übernimmt ab 1. Jänner Frankreich.

Für Südtirol nahm Kompatscher teil. Im Mittelpunkt standen Digitalisierung, grenzüberschreitende Mobilität, Energieversorgung und die Zusammenarbeit der Regionen. „Die Herausforderungen im Alpenraum machen nicht an Landesgrenzen halt“, sagt er. Gerade bei Energie, Mobilität und Klimaschutz sei die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von zentraler Bedeutung. Südtirol engagiert sich innerhalb der EUSALP vor allem bei Energie, nachhaltiger Mobilität und regionaler Entwicklung.

Wärmewende als Schwerpunkt

Bei der EUSALP Energiekonferenz diskutierten Fachleute aus mehreren Alpenregionen über nachhaltige Wärmeversorgung von Städten und Gemeinden. Organisiert hatten sie die Agentur für Energie Südtirol KlimaHaus gemeinsam mit der Bayerischen Staatskanzlei und dem bayerischen Wirtschaftsministerium. Vorgestellt wurden unter anderem Beispiele zur kommunalen Wärmeplanung, zu Wasserstofftechnologien, Großwärmepumpen, Geothermie und hybriden Wärmenetzen.

Die Wärmewende sei das Herzstück der Energiewende, sagt Ulrich Santa, Generaldirektor der Agentur und Co Leiter der EUSALP Aktionsgruppe Energie. Eine einzige richtige Lösung gebe es nicht. Es komme auf passende Wärmeplanung und bedarfsgerechte Umsetzung vor Ort an: Wie entwickelt sich der Wärmebedarf, welche erneuerbaren Energien stehen zur Verfügung, und ist ein Wärmenetz sinnvoll oder eine dezentrale Lösung besser?

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