So soll die Bahn zwischen Bozen und Meran pünktlicher werden

Wie das Land mitteilt, tagte die Landesregierung auf Schloss Tirol in Dorf Tirol, gemeinsam mit den Bürgermeistern des Bezirks. Es war der zweite Termin der Reihe „Landesregierung in den Bezirken“. Im Mittelpunkt standen Projekte, die den Umstieg vom Auto auf Bus und Bahn erleichtern, die Verkehrssicherheit erhöhen und die Anbindung für Radfahrer verbessern sollen.
Der zweite Bauabschnitt der Nordwestumfahrung ist laut Alfreider das bedeutendste Straßenprojekt. Er soll Meran entlasten und die Anbindung des Passeiertals und von Dorf Tirol an die MeBo verbessern. Besprochen wurden auch weitere Vorhaben wie die fertiggestellte Brücke Eschenlohe bei St. Pankraz, der laufende Ausbau der Passeirer Straße bei Riffian und die geplante Sanierung des dritten Tunnels vor Hafling.
Mobilitätszentrum Meran
Eine zentrale Rolle spielt das Mobilitätszentrum Meran, für das die Landesregierung Ende 2024 grünes Licht gegeben hatte. Die Investition beträgt 28,4 Millionen Euro. Bus, Bahn und Rad sollen an einem Knotenpunkt zusammenkommen, mit rund 760 überdachten Fahrradstellplätzen. Nun beginnt die Projektprüfung, danach folgt die Genehmigung. In den kommenden Monaten soll es Infoveranstaltungen für die Bevölkerung geben. „Ziel ist es, die Arbeiten 2028 aufzunehmen“, sagt Alfreider.
Zwei Gleise zwischen Bozen und Meran
Weiter voran gehen die Planungen für den zweigleisigen Ausbau der Bahnlinie zwischen Bozen und Meran. Im Juni trafen sich dazu Techniker, Vertreter von Land und Gemeinden sowie Grundeigentümer entlang der Strecke. Der Ausbau sei nötig, um den Zugverkehr pünktlicher und zuverlässiger zu machen und die Kapazität im Westen Südtirols zu erhöhen, so Alfreider. Derzeit müssten Züge aus Meran oft vor Bozen warten, weil Zügen auf der Brennerachse Vorrang eingeräumt wird. Das führe zu Verspätungen auf der gesamten Strecke. Bis der Ausbau fertig ist, sollen kurzfristige Maßnahmen die Verspätungen verringern.
Bald abgeschlossen sei die Elektrifizierung der Vinschger Bahn. Bis Ende 2026 soll der elektrische Betrieb auf der gesamten Strecke zwischen Mals und Meran laufen. Das bringt größere Züge und kürzere Fahrzeiten.
Mehr Radboxen
Auch der Ausbau der Radwege und die Verknüpfung von Rad und öffentlichem Verkehr gehen weiter. Im Burggrafenamt gibt es derzeit 182 Radboxen, weitere sind in Planung.






