von ih 20.10.2026 08:12 Uhr

Kupferdiebe stehlen mehr als 3.100 Meter Kabel in Toblach

Ein dreister Kupferdiebstahl beim Elektrizitätswerk Toblach hat die Ordnungskräfte mehrere Monate beschäftigt. Nun ist es den Ermittlern gelungen, den mutmaßlichen Tathergang zu rekonstruieren. Drei Rumänen wurden wegen schweren Diebstahls in Zusammenarbeit angezeigt. Die Ermittlungen führte die Staatsanwaltschaft Bozen.

Foto: Ordnungshüter

Der Einbruch ereignete sich in einer Nacht im vergangenen Juli am Sitz des Elektrizitätswerks Toblach. Die bislang unbekannten Täter drangen in das Firmengelände ein und ließen mehr als 3.100 Meter Kupferkabel mitgehen.

Dabei handelte es sich sowohl um blanke als auch um isolierte Kabel. Der geschätzte Handelswert der Beute liegt bei rund 45.000 Euro.

Kleidung am Tatort zurückgelassen

Die Ermittlungen übernahmen die Ordnungshüter von Toblach gemeinsam mit den Beamten der Ordnungskräfte aus Innichen. Bei der Spurensicherung am Tatort fanden sie Kleidungsstücke und persönliche Gegenstände, die die mutmaßlichen Täter zurückgelassen hatten. Nach Einschätzung der Ermittler könnten die Männer ihre Kleidung gewechselt haben, um ihre Identität zu verschleiern und die Flucht zu erschweren.

Eine entscheidende Spur führte die Ermittler zu drei Männern, die bereits wenige Stunden vor dem Diebstahl ins Visier der Ordnungshüter geraten waren. Bei einer routinemäßigen Verkehrskontrolle auf der Pustertaler Straße hatten Beamte in Innichen ein Auto mit ausländischem Kennzeichen angehalten. Darin saßen drei Männer rumänischer Herkunft. Im Kofferraum entdeckten die Ordnungshüter eine Zange und verschiedene Arbeitsgeräte.

Videoaufnahmen brachten Klarheit

Die Ermittler verglichen anschließend die Spuren vom Tatort mit den Aufnahmen der Überwachungskameras benachbarter Betriebe und werteten die Aussagen von Zeugen aus. Durch den Abgleich dieser Informationen konnten sie den Ablauf des Diebstahls nach eigenen Angaben genau rekonstruieren.

Die drei Rumänen wurden daraufhin wegen schweren Diebstahls in Mittäterschaft bei der Staatsanwaltschaft Bozen angezeigt. Sie befinden sich auf freiem Fuß. Über eine mögliche Verurteilung ist damit noch nicht entschieden.

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